{"id":118,"date":"2012-04-19T08:01:03","date_gmt":"2012-04-19T06:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/?p=118"},"modified":"2017-09-15T16:51:54","modified_gmt":"2017-09-15T14:51:54","slug":"publikationsliste-5-schriften-in-den-niederlanden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-5-schriften-in-den-niederlanden\/","title":{"rendered":"Publikationsliste: 5. Schriften in den Niederlanden"},"content":{"rendered":"<p>Ab September 1978 habe ich zwei Jahre lang an der Universit\u00e4t von Amsterdam gearbeitet. Angestellt war ich zun\u00e4chst als wiss. Hauptmitarbeiter f\u00fcr Sozialphilosophie, an der \u201eCentrale Interfakulteit\u201c. Gest\u00fctzt durch vorbereitendes Sprachtraining in Berlin, habe ich aus dem Stand nur auf Niederl\u00e4ndisch unterrichtet. Von der Fakult\u00e4t war ich f\u00fcr eine \u201eKroondocenten\u201c-Stelle vorgesehen (entspricht einer C4-Professur in Deutschland), die Berufung hat der damalige rechtsliberale Wissenschaftsminister aus politischen Gr\u00fcnden bis zum Fr\u00fchjahr 1981 verz\u00f6gert. Die Stelle hatte ich anf\u00e4nglich zugesagt, habe sie zwei Jahre sp\u00e4ter aber aus privaten Gr\u00fcnden ausgeschlagen und bin nach Berlin zur\u00fcckgekehrt.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichungen in den Niederlanden (weitere sind im Kapitel \u201eSoziologie der Arbeitseinwanderung\u201c benannt):<br \/>\n<strong>Sociale filosofie en empiries sociaal onderzoek. In: Krisis \u2013 tijdschrift voor filosofie, Amsterdam, Nr.1, 1980, 18 S.<\/strong><\/p>\n<p>Diesen Aufsatz habe ich auf eine Anfrage der genannten Zeitschrift f\u00fcr Philosophie in deutscher Sprache, bei nachtr\u00e4glicher \u00dcbersetzung, geschrieben.<\/p>\n<p>Die gestellte Frage war, was man f\u00fcr die Sozialphilosophie aus Erfahrungen empirischer Sozialforschung lernen k\u00f6nne? Ich antworte dazu anhand meiner Feldstudien in Andalusien und konzentriere mich inhaltlich auf die Frage der \u201eNeutralit\u00e4t\u201c der Forschung und die Herausbildung politischer Anpassung in Situationsdeutungen. Der Bericht ist noch lesenswert, weil er konkrete Episoden mit meiner \u201eForscherrolle\u201c in Andalusien benennt. Auch stellt er dar, wie Arbeiter in Andalusien herrschende Verh\u00e4ltnisse hinnehmen, sich in sie f\u00fcgen, ohne sie anzuerkennen und zu akzeptieren. Ich wende mich damit auch gegen \u201eintellektualistische\u201c Deutungen von Ideologie, meine These: \u201eAngepasst und integriert werden Menschen wenig durch Ideen und viel mehr durch Handlungszw\u00e4nge, Verhaltensmuster und soziale Br\u00e4uche in Arbeit und Alltag\u201c.<\/p>\n<p><strong>Onderzoeken als meedoen. Pleidooi voor een linkse empirie. In: Krisis. Tijdschrift voor filosofie, Amsterdam, Nr.3, 1981<\/strong><\/p>\n<p>Diese Schrift ist eine ausf\u00fchrliche Darstellung von Ans\u00e4tzen und dem Sinn von Aktionsforschung. Statt einer knappen Referierung m\u00f6chte ich meine abschlie\u00dfenden S\u00e4tze in deutscher \u00dcbersetzung zitieren. Sie machen deutlich, warum ich mich in dieser Zeit, vielleicht etwas leichtfertig, von der community der Sozialwissenschaften abgesetzt habe:<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend ich diesen Artikel abschlie\u00dfe, beschleicht mich ein unangenehmes Gef\u00fchl. Ich wollte ein Pl\u00e4doyer schreiben, weniger argumentieren und mehr \u00fcberzeugen. Ich pl\u00e4diere daf\u00fcr, dass professionelle Wissen geringer zu werten und mehr Aufmerksamkeit f\u00fcr das Wissen der Menschen zu haben, die nicht akademisch gebildet sind. Aber mein Pl\u00e4doyer bedient sich traditioneller akademischer Mittel. Ich will mich von akademischen Diskussionen l\u00f6sen und bewege mich doch weiterhin in ihnen. Ich agiere gegen Buchwissen, aber setze mit diesem Artikel noch eins drauf. Wer wie ich mit diesem Dilemma seine Schwierigkeiten hat, wird besser verstehen, worum es in meinem Pl\u00e4doyer geht.\u201c<\/p>\n<p><strong>Rot-op Boek. Over de eerste gefolgen van de wet buitenlandse werknemers, 1979 oder 1980.<\/strong><\/p>\n<p>Diese Arbeit entstand aus praktischen Aktivit\u00e4ten in Amsterdam. Es gab dort einen \u201eWissenschaftsladen\u201c, vom fr\u00fcheren Partner meiner Studentin und Mitstreiterin Trees Mom betrieben, der die Aufgabe hatte, Anfragen aus der Zivilgesellschaft an wissenschaftliche Zuarbeit zu vermitteln. \u00dcber ihn beteiligte ich mich an der \u201ePlattform ausl\u00e4ndischer Arbeitervereine\u201c und wirkte an regelm\u00e4\u00dfigen Beratungen von Arbeitern mit. Die Regierung hatte eine Versch\u00e4rfung des Arbeitsrechts beschlossen, die zu massenhaften Entlassungen von Arbeitern aus Marokko und der T\u00fcrkei f\u00fchrte, bis dahin in einer Grauzone von Il- und Legalit\u00e4t besch\u00e4ftigt und hoch ausgebeutet. Viele Betroffene wehrten sich dagegen, mit Unterst\u00fctzern, zu denen ich geh\u00f6rte, in \u00f6ffentliche Aktionen wie Demos und Kirchenbesetzungen. Daraus entstand das Schwarzbuch, an dem ich mitgeschrieben habe:<\/p>\n<p><strong>Over cognitive en normative rationaliteit. Proceedings van het Symposium \u201cInternalism\/Externalism Debat\u201d, Groningen 1979, 7S.<\/strong><\/p>\n<p>Ein wissenschaftstheoretischer Beitrag, geschrieben f\u00fcr ein Symposion der Universit\u00e4t Groningen.<\/p>\n<hr \/>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/kommentierte-publikationsliste\/\">zur\u00fcck zur Publikationsliste<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Beitr\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1. Wissenschaftstheorie &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-1-wissenschaftstheorie\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">2. Methoden der Sozialforschung &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-2-methoden-und-methodenkritik-der-sozialforschung\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">3. Sozialforschung in Andalusien und Artikel in spanischer Sprache &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-3-sozialforschung-in-andalusien\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">4. Theorie der Arbeiterbewegung &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-4-theorie-der-arbeiterbewegung\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p>5. Schriften in den Niederlanden<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">6. Soziologie und Politik der Arbeitseinwanderung &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-6-soziologie-und-politik-der-arbeitseinwanderung\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">7. Interkulturelle Erziehung &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-7-interkulturelle-erziehung\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">8. \u00d6kologie und Umweltpolitik &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-8-oekologie-und-umweltpolitik\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">9. Bosnien\/Kosovo &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-9-bosnienkosovo\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">10. Brandenburg und Berlin &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-10-brandenburg-und-berlin\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">11. Europa und \u201eBenachbartes\u201c &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-11-europa-und-benachbartes\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">12. Atompolitik &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-12-atompolitik\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">13. Energie- und Klimapolitik &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-13-energie-und-klimapolitik\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">14. Entgrenzte St\u00e4dte &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-14-entgrenzte-staedte\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">15. Der lange Schatten des Prometheus &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-15-der-lange-schatten-des-prometheus\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">16. Ver\u00f6ffentlichungen in der Folge des \u201ePrometheus\u201c &#8211; <a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/publikationsliste-16-veroeffentlichungen-in-der-folge-des-prometheus-buchs\/\">lesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab September 1978 habe ich zwei Jahre lang an der Universit\u00e4t von Amsterdam gearbeitet. Angestellt war ich zun\u00e4chst als wiss. Hauptmitarbeiter f\u00fcr Sozialphilosophie, an der \u201eCentrale Interfakulteit\u201c. Gest\u00fctzt durch vorbereitendes Sprachtraining in Berlin, habe ich aus dem Stand nur auf Niederl\u00e4ndisch unterrichtet. 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