{"id":200,"date":"2010-02-07T21:19:28","date_gmt":"2010-02-07T20:19:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/?p=200"},"modified":"2023-01-03T16:41:10","modified_gmt":"2023-01-03T15:41:10","slug":"verkehrte-kreislaeufe-mit-ccs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/verkehrte-kreislaeufe-mit-ccs\/","title":{"rendered":"Verkehrte Kreisl\u00e4ufe mit &#8222;CCS&#8220;"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\">Das Dilemma der Kohlendioxid-Abscheidung und -lagerung<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">von Hartwig Berger erschienen in Leviathan 2\/2010<\/p>\n<h3>1. Der lange Schatten der Kohle<\/h3>\n<p><strong>Er gr\u00e4bt sich H\u00f6hlen in den Bergen und sp\u00e4ht im Schacht,<\/strong><br \/>\n<strong> Von seines Vaters heiterem Lichte fern,<\/strong><br \/>\n<strong> Dem Sonnengott auch ungetreu, der<\/strong><br \/>\n<strong> Knechte nicht liebt und der Sorge spottet.<\/strong><\/p>\n<p>Aus H\u00f6lderlins Ode \u201eDer Mensch\u201c, die um 1800 entstand, spricht eine deutliche Distanz zum Bergbau jener Zeit und damit auch zur damals expandierenden industriellen Verwertung von Kohle und Eisen. Die Nutzung der unterirdischen Sch\u00e4tze der Erde entfernt den Menschen von der Orientierung an die Sonne, \u201edie Knechte nicht liebt und der Sorge spottet\u201c. Der Weg in Bergbau und Kohlef\u00f6rderung f\u00fchrt in Abh\u00e4ngigkeiten wie Fremdbestimmung und in ein risikoreiches Leben. Dem w\u00fcrden wir entgehen, wenn wir die Sonne und ihre Kr\u00e4fte (be-)achten. Stattdessen graben wir in Bergsch\u00e4chten nach unterirdischen Sch\u00e4tzen, und wenden dabei der Sonne den Hintern zu.<\/p>\n<p><!--more-->Mit seinem Unbehagen stand H\u00f6lderlin nicht allein. Erinnert sei an Goethes Vorbehalte gegen das \u201esich ausbreitende Maschinenwesen\u201c oder an Heines Betrachtung zur Er\u00f6ffnung der Eisenbahnlinie Paris \u2013 Calais, die mit Kraft und Schnelligkeit der rollenden Dampfmaschine unsere Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Raum und Zeit zu verschlingen drohe.<\/p>\n<p>Dieses Unbehagen war f\u00fcr den Geist seiner Zeit nicht unbedingt repr\u00e4sentativ. Aus heutiger Sicht k\u00f6nnen wir da mehr Verst\u00e4ndnis aufbringen, seitdem deutlich geworden ist, dass die fossilen Energietr\u00e4ger die Nutzung solarer Energien nicht nur \u00fcber ein Jahrhundert lang behindert haben, sondern \u2013 durch zu viel atmosph\u00e4risch entweichenden oxydierten Kohlenstoff &#8211; die Wirkungen der Sonnenkraft auf die Erde sogar in gef\u00e4hrlicher Weise modifizieren. Die Fixierung der industriellen Gesellschaften auf \u201edem heitern Lichte ferne\u201c Energien der Tiefe verd\u00fcstert die im Oberirdischen liegende Zukunft menschlicher Gesellschaften.<\/p>\n<p>Aus zeitkritischer Sicht beunruhigend ist, dass die Fixierung auf fossile Energietr\u00e4ger Denken, Mentalit\u00e4t und Alltagsverhalten so sehr gepr\u00e4gt haben, dass es schwer f\u00e4llt, sich von ihr in der gebotenen Geschwindigkeit und Gr\u00fcndlichkeit zu l\u00f6sen. Trotz aller gut durchdachten und begr\u00fcndeten Analysen der letzten Jahre, die darlegen, wie eine Abkehr von \u201efossil\u201c gepr\u00e4gter Wirtschaft und Lebensf\u00fchrung technisch m\u00f6glich wie \u00f6konomisch vorteilhaft gelingt, bleibt doch die dr\u00e4ngende Frage: Woran liegt es denn, dass ein zwingend notwendiger wie zugleich vorteilhafter Gesellschaftswandel in vielen Bereichen \u00fcberhaupt nicht, in anderen nur zaghaft und unzureichend stattfindet? Warum setzen \u2013 um sich auf die altindustriellen Regionen zu beschr\u00e4nken \u2013 die meisten Staaten, Unternehmen und Menschen weiter vorwiegend auf die Energieerzeugung durch Kohle, Erd\u00f6l oder Erdgas, obwohl sie andere Wege einschlagen k\u00f6nnen und m\u00fcssen? Warum verschieben oder scheitern seit nunmehr 18 Jahren Weltklimakonferenzen, obwohl sich die Voraussagen \u00fcber das Ausma\u00df des Klimawandels und vor allem damit einhergehende Verschlechterungen und Risken von Jahr zu Jahr negativ \u00fcberholen?<br \/>\nIch will dieser Frage hier nicht generell , sondern beschr\u00e4nkt auf aktuelle Debatten \u00fcber Sinn oder Unsinn der Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid nachgehen. Diese Technik mit dem inzwischen gebr\u00e4uchlichen K\u00fcrzel \u201eCCS\u201c wird propagiert, um die Energieerzeugung aus insbesondere der Kohle klimavertr\u00e4glich fortsetzen zu k\u00f6nnen. Viele Staaten und global operierende Unternehmen sehen in der Einf\u00fchrung der \u201eCCS-Technik\u201c einen verhei\u00dfungsvollen Weg, die Emission von Treibhausgasen f\u00fcr die kommenden Jahrzehnte in Schach zu halten. Auch einflussreiche naturwissenschaftliche Gremien wie der Weltklimarat, das \u00d6ko-Institut in Berlin und vor allem leitende Vertreter des Potsdamer Instituts f\u00fcr Klimafolgenforschung bef\u00fcrworten die CCS-Technik als eine zentrale klimapolitische Option. Gest\u00fctzt auf industrielle Interessen und Expertenurteile hat sich die EU eindeutig f\u00fcr die F\u00f6rderung von CCS-Projekten entschieden; die Bundesregierung hat (Stand M\u00e4rz 2010) eine Gesetzesvorlage zur Absicherung solcher Projekte angek\u00fcndigt. Im Jahr 2009 wurde sie einzig wegen der damals anstehenden Bundestagswahlen zur\u00fcckgestellt.<\/p>\n<p>Die intensive F\u00f6rderung und Verbrennung fossil abgelagerter Energieressourcen verkehrt den nat\u00fcrlichen Kohlenstoffkreislaufs in einer Weise, die mit der CO2-Abspeicherung in unterirdischen Bodenschichten ihre Vollendung f\u00e4nde. Bekanntlich entsteht und w\u00e4chst organisches Leben dadurch, dass Pflanzen Kohlendioxid der Luft entnehmen und unter Einwirkung solarer Energie den Kohlenstoff abspalten. Wenn die Menschheit in nur wenigen Jahrzehnten den Kohlenstoff abgestorbener Tiere und Pflanzen, die in Jahrmillionen unter der Erde abgespeichert ist, durch Verbrennung in Kohlendioxid zur\u00fcck verwandelt, reichert sich dieser zwangsl\u00e4ufig im \u00dcberma\u00df in der Atmosph\u00e4re an. Der Kohlenstoffkreislauf ger\u00e4t aus dem Ruder. Statt diesen Prozess wegen seiner klimatischen Folgen z\u00fcgig zu stoppen, wird er mit dem Einsatz der CCS-Technik fortgesetzt. Der nat\u00fcrliche Kreislauf wird umgekehrt: Kohlenstoff wird an die Oberfl\u00e4che, das erzeugte Kohlendioxid tief unter die Erde bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>In Deutschland sind die Experten in der Bewertung der CCS-Technik gespalten. So kommt die 2008 ver\u00f6ffentlichte Analyse des \u201eSachverst\u00e4ndigenrats f\u00fcr Umweltfragen\u201c zu einem negativen Urteil. Dasselbe gilt f\u00fcr Arbeiten aus dem Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Umwelt, Energie\u201c und nat\u00fcrlich f\u00fcr fachlich fundierte Einsch\u00e4tzungen aus dem Umkreis der Umweltverb\u00e4nde Greenpeace, BUND und NABU. Die Protokolle der Anh\u00f6rung, die der Umweltausschuss des Bundestags 2008 durchgef\u00fchrt hat, spiegeln deutlich die Spaltung der Fachwelt. Sollte man angesichts der auseinanderdriftenden Urteile nach dem Prinzip \u201eVersuch und Irrtum\u201c vorgehen und mit allerdings kritischem Auge abwarten, welche Ergebnisse Bem\u00fchungen um den Einsatz der CCS-Technik erbringen? Ohnehin steckt diese Technik in verschiedenen Weltregionen \u2013 USA, China, Norwegen, Teile der EU \u2013 in den Anf\u00e4ngen. Gebietet es nicht intellektuelle Redlichkeit, sie im Praxistest \u201esine ira et studio\u201c zu pr\u00fcfen, statt sie vorab zu verwerfen?<\/p>\n<p>Die Haltung vorurteilsfreien Abwartens wirft jedoch Probleme auf. Dass die CCS-Technik ein- und umsetzbar ist, kann und sollte zugestanden sein. Es wird aller Voraussicht nach im gro\u00dftechnischen Ma\u00dfstab gelingen, Kohlendioxid aus Abgasstr\u00f6men abzuscheiden und in tiefliegende Erdschichten einzupressen. Zugleich aber sprechen starke Gr\u00fcnde daf\u00fcr, den Nutzen der entwickelten Technik zur Eind\u00e4mmung des Klimawandels in Zweifel zu ziehen.. Wie im folgenden darzulegen, k\u00e4me die CCS-Technik zu sp\u00e4t zum Einsatz; sie kann eine sichere und dauerhafte Erdlagerung von CO2 nicht garantieren; sie erschwert einen technisch wie \u00f6konomisch m\u00f6glichen Umstieg auf erneuerbare Energien; insgesamt wird sie die Abh\u00e4ngigkeit der Energieversorgung von fossilen Ressourcen zeitlich verl\u00e4ngern, ohne aber eine zur Vermeidung katastrophaler Klimaver\u00e4nderung erforderliche Verringerung des Treibhausgases Kohlendioxid zu erreichen. Dieses Dilemma f\u00fchrt zur\u00fcck zu meiner Ausgangsfrage, warum an der fortgesetzten Verbrennung und Verstromung fossiler Ressourcen so z\u00e4h festgehalten wird.<\/p>\n<h3>2. Klimaschutz mit CCS ?<\/h3>\n<p>Die erste zu stellende Frage \u201eist die CO2-Abscheidung machbar?\u201c kann positiv mit dem Hinweis beantwortet werden, dass drei Verfahren bereits in Modellprojekten getestet wurden oder werden und dass sie teilweise in anderen industriellen Verfahren als der Kohleverstromung bereits erprobt sind. Nur muss das ebenso deutlich um den Hinweis erg\u00e4nzt werden, dass eine vollst\u00e4ndige Abscheidung des CO2 aus dem Emissionsstrom sich in keiner Weise abzeichnet. Die Zusicherung einer kohlendioxidfreien Stromerzeugung ist schlicht Zweckpropaganda. Eine vollst\u00e4ndige Vermeidung von Treibhausgasen wird es bei Kohlef\u00f6rderung und \u2013Verbrennung nicht geben. Zwar erreichte \u2013 um ein Beispiel zu nennen \u2013 der d\u00e4nische Konzern Dong Energy in seinem Modellprojekt am Kraftwerk Esbjerg, eine Abscheidequote von 86 bzw. 87% des anfallenden CO2 . Doch fand das Experiment unter atypisch g\u00fcnstigen Bedingungen statt, da pro Stunde lediglich eine Tonne CO2 abgeschieden werden musste, weit unter einem Prozent dessen, was im wirklichen Kraftwerksbetrieb erforderlich ist. Zudem m\u00fcssen wir im Ernstfall der Anwendung einer unstrittig komplexen Technik davon ausgehen, dass jederzeit Funktionsst\u00f6rungen und Ausf\u00e4lle auftreten und die CO2-Abscheiderate verringern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine Gesamtbilanz muss auch die vor- wie die nachgelagerten Emissionen an Treibhausgasen einbeziehen. So setzt der Bergbau, insbesondere der unterirdische Abbau von Steinkohle, gro\u00dfe Mengen an Methan frei, ein Gas, das pro Referenzmenge weit \u201eklimawirksamer\u201c ist als CO2. Ebenso zu beachten sind m\u00f6gliche Leckagen bei Abtransport und Lagerung des erfassten CO2. Schlie\u00dflich sind die Emissionen aufgrund des Energieeinsatzes in Rechnung zu stellen, die mit Bergbau, Transport und Betrieb der CCS-Anlage und die Einpressung des CO2 in den Untergrund anfallen.<\/p>\n<p>Die bereits erw\u00e4hnte Studie des Wuppertal-Instituts sch\u00e4tzt die Gesamtbilanz der Emissionen, gemessen in CO2-\u00c4quivalenten auf 67-78%, variierend je nach Verfahren und eingesetztem Energietr\u00e4ger . Ein Kohlekraftwerk, dessen Jahresleistung eine CO<sub>2<\/sub>-Menge von sechs Mio. t verursacht, w\u00fcrde demnach \u2013 unter g\u00fcnstigen Bedingungen \u2013 weiterhin 1,3-1,9 Mio t an CO2 emittieren. Das ist ein zweifelhafter Klima\u201cschutz\u201c, vor allem, da die Forschungsaktivit\u00e4ten und vor allem die Investitionsmittel, die in die noch langj\u00e4hrige Entwicklung der CCS-Technik flie\u00dfende, f\u00fcr entsprechende Aktivit\u00e4ten direkter Emissionsvermeidung durch solare Energien und Techniken der Energie-Einsparung fehlen.<\/p>\n<p>Eine klimapolitische Bewertung der CCS-Technik muss neben den erreichten Erfassungs- und Abscheide-Graden von CO2 auch die Energiebilanz beachten. Alle Verfahren der CCS-Abscheidung machen einen betr\u00e4chtlichen Zusatzaufwand an Energie unumg\u00e4nglich. So trennt die von Vattenfall favorisierte \u201eOxyfuel\u201c-Methode erst reinen Sauerstoff aus \u201egew\u00f6hnlicher\u201c Luft, um bei der anschlie\u00dfenden Verbrennung m\u00f6glichst wenig vermischtes CO2-Gas zu erhalten. Die Sauerstoff-Trennung gelingt aber erst bei Temperaturen unter minus 200O C oder per Ausfilterung durch mikroskopisch feine Membranen. Das sind beides sehr energieaufwendige Verfahren. Das trifft \u00e4hnlich f\u00fcr die sog. \u201epre-combustion\u201c Methode, die das CO2 unter hohem Druck und Erhitzung auf 650-2000O C vorab aus der Kohle l\u00f6st. F\u00fcr die dritte erprobte Methode \u2013 die nachtr\u00e4gliche Abscheidung des CO2 aus dem Abgasstrom \u2013 ergab das erw\u00e4hnte Esbjerg-Projekt in D\u00e4nemark Greifbares: Dort verringerte sich, je nach Versuchsanordnung, der Grad der Energieausnutzung von 45% auf 33,7% bzw. 35,2 % &#8211; unter g\u00fcnstigen Laborbedingungen! Um 85% des emittierten CO2 wieder einzufangen, musste ein rundes Drittel mehr an Kohle als im Normalbetrieb verbrannt werden. Hinzu k\u00e4me noch der zus\u00e4tzliche Energieaufwand f\u00fcr den Transport und die Lagerung des erfassten CO2. Die Anwendung der CCS-Technik muss mit dem Paradox leben, deutlich mehr Kohle als im \u201enormalen\u201c Verbrennungsprozess einzusetzen, um dessen nachteiligen atmosph\u00e4rischen Folgen abzumildern.<\/p>\n<p>Die Energiebilanz der Stromerzeugung mit CCS-Technik verschlechtert sich zus\u00e4tzlich dadurch, dass eine Nutzung der anfallenden Abw\u00e4rme weitgehend ausgeschlossen erscheint. Wenn \u00fcberhaupt, rechnet sich die aufwendige CO2-Abscheidung nur bei einem Einsatz in Gro\u00dfkraftwerken. Je gr\u00f6\u00dfer die Anlage, desto geringer ist aber die Chance, die entsprechende gr\u00f6\u00dferen Menge an Abw\u00e4rme f\u00fcr Heizzwecke zu nutzen. Zudem ist es aus Gr\u00fcnden der Wirtschaftlichkeit wie der Risikovorsorge geboten, CCS-Kraftwerke im Umkreis geeigneter Lagerst\u00e4tten f\u00fcr das abgeschiedene CO2 zu errichten. Diese Anlagen werden abseits der gro\u00dfen St\u00e4dte liegen und fallen auch deshalb zur Deckung des urbanen W\u00e4rmebedarfs aus. CCS-Technik und Kraft-W\u00e4rme-Kopplung passen nicht zusammen. Angesichts des mit den Jahren immer kleiner werdenden Budgets noch zul\u00e4ssiger fossil basierter Stromerzeugung ist es immer weniger nachvollziehbar, ein Energiesystem so zu betreiben \u2013 oder zeitlich zu verl\u00e4ngern -, welches mit der Abw\u00e4rme rund 50% der anfallenden Energie ungenutzt l\u00e4sst.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine klimapolitische Bewertung relevant ist weiterhin der Zeitpunkt, ab dem ein gro\u00dftechnischer Einsatz der CCS-Techniken und ihre Anwendungsf\u00e4higkeit im gro\u00dfen Ma\u00dfstab zu erwarten ist. Die Fr\u00fchzeitigkeit des Einsatzes emissionsmindernder Ma\u00dfnahmen entscheidet \u00fcber ihre Wirksamkeit in einer Strategie des Klimaschutzes. Nach den Analysen des Weltklimarats muss die schrittweise Verringerung der gegenw\u00e4rtig weltweit noch stark ansteigenden Gesamtemissionen von Treibhausgasen im Jahr 2015, sp\u00e4testens im Jahr 2020, beginnen. Weitere zeitliche Verschiebungen verst\u00e4rken den Prozess der Erderw\u00e4rmung, mit katastrophalen Folgen, denen die heutige Zivilisation nicht gewachsen ist. Die bef\u00fcrchteten \u201etipping points\u201c wie ein Abschmelzen des Gr\u00f6nlandeises, fl\u00e4chendeckendes Auftauen der Permafrostb\u00f6den oder Verschiebung von Meerstr\u00f6mungen w\u00e4ren dann nur noch mit einer Steigerung der j\u00e4hrlichen Reduktionsvorgaben in einem Ausma\u00df erreichbar, das weder technisch wie wirtschaftlich machbar erscheint.<\/p>\n<p>Wann etwa ist eine gro\u00dftechnisch gelingende und in den meisten Kohle-Kraftwerken der Erde angewandte CCS-Technik zu erwarten? Prognosen hierzu grenzen an Sp\u00f6kenkiekerei. F\u00fcr das Verfahren der Abscheidung wurde 2008 ein Zeitraum von 15-20 Jahren gesch\u00e4tzt . Allerdings sind Voraussagen zur Einsatzf\u00e4higkeit komplexer Techniken regelm\u00e4\u00dfig zu optimistisch. Noch schwieriger sind zeitliche Sch\u00e4tzungen f\u00fcr anwendungsf\u00e4hige Verfahren umfangreicher CO2-Lagerung. Hier besteht gegenw\u00e4rtig noch gro\u00dfer Forschungsbedarf. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass die CCS-Technik in der geforderten Wirksamkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit ab 2020 verf\u00fcgbar ist, also dem Jahr, mit dem eine Verringerung der globalen Gesamtemissionen sp\u00e4testens einsetzen muss. \u201eCCS\u201c wird, wenn \u00fcberhaupt zu sp\u00e4t kommen und vor allem: Sie wird mit ihren dann nur Schritt f\u00fcr Schritt m\u00f6glichen und weltweiten Einsatz die erhoffte Wirkung viel zu langsam entfalten.<br \/>\nSehen wir uns als Beispiel eine zuk\u00fcnftige Kohleverstromung mit CCS in zwei Staaten \u2013 Deutschland und China \u2013 an.<\/p>\n<p>Wenn Deutschland die derzeit f\u00fcr notwendig erkl\u00e4rten Ziele im Klimaschutz einhalten soll, m\u00fcssen nach den Szenarien der Bundes-Umweltministeriums die CO2-Emissionen bis 2030 um 57%, bis 2050 um mindestens 80%, wahrscheinlich aber um 95% verringert werden . Erreichbar wird das nur, wenn Emissionen vorrangig im Stromsektor reduziert werden. Nach dem Leitszenario 2009 des BMU werden sich die CO2-Emissionen dieses Sektors von 305 Mio t 2008 auf 123 Mio t 2030 verringern m\u00fcssen . Unter der eher zu optimistischen Annahme, dass im Jahr 2030 50% der fossilen Kraftwerksleistung mit voll funktionsf\u00e4higer und havariefreier CCS-Technik ausger\u00fcstet sind, werden dann die Gesamtemissionen des Stromsektors bei 188 Mio t CO2 liegen. Vorausgesetzt ist, dass die C02-Reduktion bei Beachtung der gesamten Prozesskette mit 67-78%, also gemittelt 73% zu veranschlagen ist . Das 2030-Ziel im Stromsektor w\u00fcrde um 53% verfehlt, eine CO2-Gesamtverringerung von lediglich 50% w\u00e4re erreichbar. Hinzukommt, dass die Reduktionsziele in den vorausgehenden Jahren, in denen CCS noch nicht einsatzf\u00e4hig sein wird, erst recht verfehlt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2050 veranschlagt das Leitszenario maximal 25 Mio. t an zul\u00e4ssigen CO2-Emissionen im Stromsektor. Mit einem Einsatz von CCS-Technik an s\u00e4mtlichen Kraftwerken w\u00e4ren es 70 Mio t, selbst das 2050-Ziel (80%, eher 95%) w\u00e4re deutlich verfehlt, die Gesamtemissionen k\u00f6nnten um lediglich 75% verringert werden.<\/p>\n<p>Die Berechnungen unterstellen eine hohe (2030) bis vollst\u00e4ndige (2050) Anwendungsf\u00e4higkeit der CCS-Technik, sie schlie\u00dfen St\u00f6rf\u00e4lle mit Emissionswirkung aus und nehmen einen zu 100% l\u00fcckenlosen Transport und Speicherung des CO2 an; zudem ber\u00fccksichtigen sie nicht, dass CCS-Technik einen hohen Energieeinsatz verlangt und folglich die Effizienz der fossilen Stromzeugung stark mindert. Die CO2-Emissionen werden also signifikant noch h\u00f6her liegen, als die eben angestellte Sch\u00e4tzung ausweist.<\/p>\n<p>In den Auswirkungen noch deutlicher w\u00fcrde China vertretbare klimapolitische Ziele verfehlen. Dort wurden und werden von 1995 bis 2010 Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 270.000 MW gebaut . Nehmen wir f\u00fcr das Jahr 2030 die f\u00fcr Deutschland geltende durchschnittliche Jahresvollbenutzungsdauer von 70%, also von rund 6.000 Jahresstunden an, sowie eine CO2-Emissionsquote pro erzeugter kWh von 800g. CCS-Technik in bereits errichteten Kraftwerken nachzur\u00fcsten, ist besonders kostspielig. Nehmen wir dennoch mit gro\u00dfem Optimismus an, dass bis 2030 ein Drittel des 1995-2010 errichteten Kraftwerkpark \u00fcber st\u00f6rungsfrei funktionsf\u00e4hige CCS-Anlagen verf\u00fcgt. Setzen wir \u2013 wie in der Betrachtung zu Deutschland \u2013 eine durchschnittliche CO2-Reduktion um 73% voraus. Chinas 1995 bis 2010 errichteten Kohlekraftwerke w\u00fcrden dann im Jahr 2030 knapp 1 Mrd. t an CO2 aussto\u00dfen, unter Verzicht auf CCS w\u00e4ren es 1,3 Mrd. t &#8211; kein nennenswerter Unterschied zur Fortsetzung der Kohleverstromung wie gehabt. Hinzukommt, dass eine CCS-Nachr\u00fcstung der hier nicht ber\u00fccksichtigten Altanlagen aus der Zeit vor 1995 noch weniger wahrscheinlich ist. Nicht betrachtet ist ebenfalls der Kraftwerke-Neubau nach 2010, \u00fcber den keine Angaben vorliegen. Angesichts der massiven industriellen Wachstumsorientierung in China ist mit einem erheblichen Zubau zu rechnen, der zun\u00e4chst ebenso wenig mit CCS-Technik ausger\u00fcstet werden kann wie bereits betriebene Kraftwerke.<\/p>\n<p>Eine Politik, die der Dramatik des weltweiten Klimawandels gerecht wird, ist bei Einsatz von CCS-Technik auch in China nicht zu erkennen; insbesondere dann nicht, wenn wir an die umfangreichen solaren Potentiale denken, die dieses Staat mit seinen windreichen K\u00fcstenzonen und Gebirgszonen wie mit der Sonneneinstrahlung in den W\u00fcsten des Landesinneren hat. Dort liegt der Schl\u00fcssel zum Aufbau einer weitgehend emissionsfreien Stromerzeugung.<\/p>\n<h3>3. Sichere Erdlagerung?<\/h3>\n<p>Die Erfassung der CO2-Emissionen dient dem Ziel, das Gas in tiefen Erdschichten ablagern zu k\u00f6nnen. Eine Ablagerung auf oder unterhalb von Meeresb\u00f6den wird gegenw\u00e4rtig wegen bef\u00fcrchteter Ver\u00e4nderungen der Meeres\u00f6kologie kaum verfolgt. Neben ehemaligen Erdgas- und Erd\u00f6lfeldern, bei denen jedoch immer undichte Stellen aufgrund unentdeckter Bohrl\u00f6cher zu erwarten sind, wird vor allem die Lagerung in tiefliegenden Salzst\u00f6cken verfolgt. F\u00fcr jede Art von vorgesehener Deponierung muss vorab zuverl\u00e4ssig absch\u00e4tzbar sein, dass sie einen sicheren Abschluss und diesen dauerhaft erm\u00f6glicht. Ein Entweichen des CO2 w\u00e4re, von akuten Gef\u00e4hrdungen der oberhalb lebenden Menschen und der nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume abgesehen, allein deshalb fatal, weil es das gesamte geotechnische Vorhaben desavouieren kann. Die Klimawirkung des so freigesetzten CO2 w\u00fcrde dann nur zeitlich verz\u00f6gert und &#8211; bei anzunehmender Lagerung gro\u00dfer Mengen \u2013 in geballter Form eintreten . Selbst wenn es zutrifft, dass ein Teil des eingelagerten CO2 durch chemische Bodenreaktionen neutralisiert wird, muss ein sicherer Abschluss \u00fcber mehrere Tausend Jahre gew\u00e4hrleistet sein.<br \/>\nUnstrittig ist, dass zur Risiko-Absch\u00e4tzung und zum Risiko-Ausschluss einer CO2-Erdlagerung erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht. Einige der zu kl\u00e4renden Probleme seien in Stichworten genannt:<\/p>\n<ul>\n<li>Das CO2 kann sich mit dem salzhaltiger Wasser der Erdschichten zu aggressiver Kohlens\u00e4ure verbinden, welche anliegende Bodenschichten, aber auch mechanische Abdichtungen des Erdlagers angreift und dadurch zu Leckagen f\u00fchrt.<\/li>\n<li>Infolge der umfangreichen CO2-Verpressung k\u00f6nnen Bodenschichten und Grundwasserstr\u00f6me verschoben werden. Das wiederum kann entweder direkt oder \u00fcber Kettenreaktionen Leckagen verursachen.<\/li>\n<li>In Erdschichten, die bisher als undurchl\u00e4ssig galten, kann die Verpressung Br\u00fcche und Risse verursachen bzw. ausweiten.<\/li>\n<li>Die CO2-Verpressung kann aufgrund dadurch bewirkter Bodenbewegungen Erdbeben ausl\u00f6sen, die wiederum Risse und Leckagen verursachen k\u00f6nnen. Aus dem Bergbau ist das ein durchaus gel\u00e4ufiges, h\u00e4ufig zu beobachtendes Ereignis. In letzter Zeit beunruhigt besonders, dass selbst geothermische Eingriffe m\u00f6glicherweise Erdbeben und mit Sicherheit Erdrisse bis an die Oberfl\u00e4che verursacht haben . Zwar reichen die fraglichen geothermischen Bohrungen lange nicht so tief in die Erde wie bei CO2-Verpressung erforderlich ist, der Bodeneingriff ist aber verglichen mit einer CO2-Verpressung im Umfang weitaus geringer. Die Wahrscheinlichkeit von Erdbeben als Folge der CO2-Verpressung von Tonnagen in mehrstelliger Millionenh\u00f6he ist daher als eher gr\u00f6\u00dfer denn geringer einzusch\u00e4tzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die mit CCS-Forschung betraute Fachbranche sichert zu, diese und andere Risiken durch geologische Analysen f\u00fcr Ort und durch experimentelle Praxistests zuverl\u00e4ssig ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Ihr Dilemma besteht jedoch darin, dass sie mit der Einl\u00f6sung dieses Anspruch in einen methodischen Zirkel ger\u00e4t:<\/p>\n<p>Nehmen wir an, dass durch moderne Verfahren &#8211; zumeist durch Echolotung \u2013 im Untersuchungsfall die Erdschichten bis in die fraglichen Tiefe dicht und dreidimensional erfasst und kartiert werden. Nehmen wir weiter an, dass dieses Bild der Bodenverh\u00e4ltnisse auch Aufschluss dar\u00fcber gibt, ob Schichten, die sich oberhalb wie seitlich des geplanten CO2-Lagers befinden, in ihrem derzeitigen Zustand sicher abdichten. Nur &#8211; damit wissen wir noch nicht sicher, ob und wie sich die Bodenschichten durch CO2-Verpressung ver\u00e4ndern. Wir k\u00f6nnen folglich nicht ausschlie\u00dfen, dass ein Abschluss der Einlagerung zur Seite und nach oben in der vor der Verpressung festgestellten Vollst\u00e4ndigkeit nicht mehr vorhanden ist.<\/p>\n<p>Nun verf\u00fcgt die Geophysik zweifellos \u00fcber genauere Kenntnisse von Erdverschiebungen, ihren verursachenden Faktoren und m\u00f6glichen Folgen. Wenn sie diese Kenntnisse auf den Anwendungsfall der CO2-Verpressung \u00fcbertragen soll, muss aber zus\u00e4tzlich gekl\u00e4rt sein, welche spezifischen Wirkfaktoren und welche m\u00f6glichen Folgen f\u00fcr diesen jeweils besonderen Bodeneingriff relevant sind bzw. sicher ausgeschlossen werden k\u00f6nnen. Wie das ohne einschl\u00e4gige Erfahrung zu CO2-Verpressungen im erforderlichen Umfang m\u00f6glich sein soll, ist nicht ersichtlich. Wir ben\u00f6tigen dazu mindestens Ergebnisse aus einer umfangreichen CO2-Einlagerung an einem anderen Standort &#8211; nennen wir ihn A -, um dann Folgerungen f\u00fcr weitere Standorte &#8211; nennen wir sie B,C &#8230; &#8211; mit vergleichbaren Bodenverh\u00e4ltnissen ziehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Methodisch bewegen wir uns also in einem Zirkel. Prim\u00e4rerfahrungen aus einem Anwendungsfall umfassender CO2-Verpressung bleiben immer vorausgesetzt. Zudem m\u00fcssen diese Kenntnisse aus Beobachtungen \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume gewonnen worden sein: Schlie\u00dflich ist es m\u00f6glich, dass zu Leckagen f\u00fchrende Wirkungen einer CO2-Lagerung erst mittel- oder langfristig auftreten. Zum zweiten k\u00f6nnen wir nur dann von Fall A auf B,C schlie\u00dfen, wenn bei A, B und C &#8230; vergleichbare Bodenverh\u00e4ltnisse gegeben sind. \u201c\u00c4hnlich\u201d und \u201cvergleichbar\u201d hei\u00dft nicht \u201cidentisch\u201d. Dass an \u00e4hnlichen Standorten nach gleichen Eingriffen dieselben Reaktionen ablaufen, mag als wahrscheinlich gelten \u2013 es ist jedoch auf keinen Fall sicher. Wenn im Zeitraum der Beobachtung bei Fall A (noch) keine Erdersch\u00fctterungen auftreten, schlie\u00dft das zum einen nicht aus, dass sie zuk\u00fcnftig auftreten k\u00f6nnen; zum zweiten kann daraus erst recht nicht gefolgert werden, dass sie sich im Fall der potentiellen CO2-Lager B,C &#8230; mit Sicherheit nicht ereignen werden.<\/p>\n<p>Die Einlagerung von abgeschiedenem CO2, zumal in den geplanten riesigen Dimensionen, bleibt hinsichtlich ihrer Risken, ihrer Sicherheit und Dauerhaftigkeit mit einem nicht aufhebbaren Schleier der Ungewissheit behaftet. Noch so gr\u00fcndliche Forschung vorab bewahrt uns nicht davor, mit der Einlagerung gleichsam in kaltes Wasser zu springen, dessen m\u00f6glicherweise fatale Untiefen vorab nicht hinreichend zu erkunden sind. Das ist ein sehr hoher Preis f\u00fcr den Einsatz einer Technologie, die selbst in ihrem ersten Verfahrensschritt \u2013 der Gas-Abscheidung &#8211; l\u00fcckenhaft bleibt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die notwendigen Ziele der Treibhausgas-Reduktion nicht erreichbar macht und \u2013 wie jetzt zu zeigen &#8211; einer konsequenten Solar- und Energieeinspar-Wende der Weltwirtschaft eher im Weg steht.<\/p>\n<h3>4. Blockierung einer Solarwende<\/h3>\n<p>Gro\u00dfe Erwartungen an die CCS-Technik sind also unangebracht. Eine wichtige Rolle in einer Weltstrategie des Klimaschutzes wird ihr nicht zukommen. Stattdessen verl\u00e4ngert sie nur die Illusion, man k\u00f6nne ungestraft an den Techniken der fossilen Energienutzung weiter festhalten. Kein Politiker oder Manager \u2013 jedenfalls in Deutschland \u2013 der es heute wagt, die Kohle zu verteidigen, ohne zugleich die Segnungen zuk\u00fcnftiger CCS-Technik zu erw\u00e4hnen.<br \/>\nDer Option \u201eKohle plus CCS-Technik\u201c sind aber nicht nur die dargelegten Defizite vorzuhalten. Sie erschwert zudem insgesamt die Chance, wirksamere Wege der Klimaschutzpolitik einzuschlagen. Nicht nur, weil daf\u00fcr entsprechend Forschungsaktivit\u00e4ten und Investitionsmittel fehlen. Sondern ganz unmittelbar dadurch, dass die immer weitr\u00e4umige Einlagerung von CO2 in Erdschichten eine gleichzeitige energetische Nutzung der Erdw\u00e4rme in demselben Gebiet ausschlie\u00dft. Die Geothermie ist aber in winterkalten Regionen eine kaum verzichtbare Option, um den Restbedarf an Heizw\u00e4rme abzudecken, der dort selbst bei niedrig-energetischer Bauweise erforderlich bleibt. Eine thermosolare W\u00e4rme (und K\u00e4lte-)Versorgung gelingt in diesem Regionen nur w\u00e4hrend der sonnenreichen Monate.<\/p>\n<p>CCS-Technik bremst wirksame Klimapolitik auch dadurch aus, dass sie \u00fcberwiegend in der Stromerzeugung eingesetzt werden soll. Bei der Erzeugung von \u201eStrom\u201c ist eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien schneller und vollst\u00e4ndiger realisierbar ist als im Personen- und G\u00fcterverkehr oder im h\u00e4uslichen, gewerblichen und industriellen Heiz- und W\u00e4rmebedarf. Wie weltweiter Luft- und Schiffsverkehr ohne fossilen Kraftstoff in seinen gegenw\u00e4rtigen Dimensionen \u2013 geschweige denn im prognostizierten ( und realit\u00e4tsfernen) Wachstum &#8211; stattfinden kann, zeichnet sich bisher nicht ab. Ebenso wenig wird das gegenw\u00e4rtige, erst recht ein als stark ansteigend angenommenes zuk\u00fcnftiges weltweites Verkehrsaufkommen zu Lande mit biogenen Kraftstoffen, mit erst durch Energiezufuhr zu gewinnendem Wasserstoff oder durch Elektroantrieb auch nur ann\u00e4hernd gedeckt werden k\u00f6nnen .<\/p>\n<p>Um so wichtiger ist daher der z\u00fcgige Aufbau einer ausschlie\u00dflich solar \u2013 durch Wind, Sonne und durch Wasserkraft &#8211; bestimmten Stromversorgung in allen Weltregionen. Eine \u00fcberwiegend oder ausschlie\u00dflich auf solaren Systemen basierende Stromversorgung muss aber, mit Ausnahme der &#8211; aus \u00f6kologischer wie menschenrechtlicher Sicht umstrittenen &#8211; Stromgewinnung aus gro\u00dfen Stauseen, dezentral organisiert sein: Eine weit gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Erzeugungsanlagen, die jeweils vor Ort verf\u00fcgbare Energiequellen in Strom umwandeln, m\u00fcssen miteinander vernetzt werden. Das gilt ebenso f\u00fcr weitr\u00e4umig angelegte Gro\u00dfprojekte, wie den Desertec-Plan. Auch hier m\u00fcssen \u2013 bei der Windkraft besonders deutlich &#8211; viele kleine Energieanlagen vernetzt werden. Vor allem aber kann ein gro\u00dfr\u00e4umiges Netz erneuerbarer Energieerzeugung die zugleich dezentral, lokal und regionale erfolgende Stromgewinnung nur erg\u00e4nzen. Hinzukommt, dass solare Stromnetze eine hochgradige Flexibilit\u00e4t und die st\u00e4ndige Austarierung zwischen je nach Ort, Wetterlage, Tages- und Jahreszeit unterschiedlich verf\u00fcgbaren Stromquellen verlangen. In einer solar gepr\u00e4gten Stromvernetzung sind daher Gro\u00dfkraftwerke, die nuklearen oder fossilen Brennstoff nutzen, st\u00f6rende Fremdk\u00f6rper, da sie aufgrund ihrer Anlage und ihrer Energietr\u00e4ger in der Handhabung weit weniger flexibel sind. Nukleare Brennst\u00e4be k\u00f6nnen beim gegenw\u00e4rtigen Stand der Technik nur in voller Kapazit\u00e4t in Betrieb gesetzt, oder zur G\u00e4nze abgeschaltet werden. Der Verbrennungsprozess in Kohlekraftwerken verliert zudem an seiner ohnehin geringen Flexibilit\u00e4t, wenn er mit CCS-Technik ausger\u00fcstet wird. So ist ein Kraftwerk, das sich zur CO2-Abscheidung der gegenw\u00e4rtig von vielen Unternehmen favorisierten sog. Oxyfuel-Technik bedient, erst dann funktionsf\u00e4hig, wenn die Luft, aus der reiner Sauerstoff abgespalten wird auf eine Temperatur von weniger als minus 2000 Celsius gesenkt worden ist.<\/p>\n<h3>5. Die Routinisierung fossiler Energienutzung<\/h3>\n<p>Warum werden gro\u00dfe Erwartungen in eine Technologie gesetzt, deren Unzul\u00e4nglichkeiten und Risiken schon vorab erkennbar sind? Warum wird damit weiter und unbeirrt die Nutzung fossiler Energietr\u00e4ger betrieben, obwohl die klimatischen Auswirkungen inzwischen lange und hinreichend bekannt sind? Warum wird auf die doppelte Sackgasse fossiler Energienutzung \u2013 Endlichkeit und Klimafolgen &#8211; mit einer Technologie reagiert, deren Verfechter zumindest eines zugeben m\u00fcssen: dass f\u00fcr ihre Anwendung noch mehr karbonhaltige Ressourcen gef\u00f6rdert und verbrannt werden m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Zur Kl\u00e4rung dieser Fragen auf \u00f6konomische Gesichtspunkte zu verweisen, greift zu kurz. Ob sich die Verstromung der Kohle mit dann einzufordernder CCS-Technik \u00fcberhaupt rechnet, muss gegenw\u00e4rtig zumindest strittig bleiben. Eine Literatur\u00fcbersicht f\u00fcr den Deutschen Bundestag kommt zum Ergebnis, dass die Stromgestehungskosten mit CCS um 30-50% steigen . Absch\u00e4tzungen des Wuppertal-Instituts ergeben, dass die der zu erwartende Mix an Erneuerbaren Energien dann bereits kosteng\u00fcnstiger sind, wenn eine Anwendung der CCS-Technik im breiten Stil erst zu erwarten steht . Erst recht Anlass zu Skepsis gibt das Verhalten verschiedener Energiekonzerne. Das norwegische Unternehmen BKK hat sein CCS-Vorhaben am Gaskraftwerk Mongstad 2009 mit der Begr\u00fcndung eingestellt, dass der Einbau dieser Technik etwa so teuer k\u00e4me wie das Gaskraftwerk allein . Dong Energy zog nach seinem wenig \u00fcberzeugenden Modellversuch am Kraftwerk Esbjerg 10 seiner 11 geplanten Neubau-Projekte f\u00fcr Kohlekraftwerke zur\u00fcck. Und RWE stellte im November 2009 den Plan eines ersten CCS-gef\u00fchrten Kraftwerks bei H\u00fcrth in NRW unter anderem deshalb zur\u00fcck, weil es ohne staatliche F\u00f6rdergelder \u2013 erwartet werden 50% der auf 2 Mrd. \u20ac bezifferten Kosten! \u2013 nicht rentabel ist. Selbst wenn es sich bei den geschilderten Beispielen um \u201eGeburtswehen\u201c einer erst in Entwicklung begriffenen Technik handelt: Die Gewinnerwartung ist nicht der treibende Faktor.<\/p>\n<p>Hier hilft die \u00dcberlegung weiter, dass die Nutzung kohlenstoffhaltiger Ressourcen Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur \u201eextern\u201c, sondern auch \u201eintern\u201c pr\u00e4gt. Dass die Verwendung von Kohle, sp\u00e4ter von Erd\u00f6l und Erdgas, Basis der Industrialisierung ist, kann als unstrittig gelten. Die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Ressourcen hat das gesellschaftliche Leben tiefgreifend und umfassend ver\u00e4ndert. Heutige urbane Gro\u00dfr\u00e4ume h\u00e4tten ohne die Bereitstellung von Energie aus \u201efossilen\u201c Ressourcen nicht entstehen k\u00f6nnen. Erst deren hohe Energiedichte und die Entstehung eines mit ihnen betriebenen Transportwesens \u2013 zun\u00e4chst Eisenbahnen und Dampfschiffe \u2013 machten es m\u00f6glich, den Energiebedarf \u00fcber das zwangsl\u00e4ufig beschr\u00e4nkte Angebot lokaler und regionaler Ressourcen hinaus zu erweitern. Mit den herk\u00f6mmlichen Energietr\u00e4gern w\u00e4ren Industrialisierung und Urbanisierung in den Kinderschuhen stecken geblieben. W\u00e4hrend um 1800 nur eine verschwindende Minderheit an Menschen in gr\u00f6\u00dferen Siedlungen lebte, die wir aufgrund ihrer geringen Gr\u00f6\u00dfe heute allenfalls als Kleinst\u00e4dte bezeichnen w\u00fcrden, erfasst die Urbanisierung 200 Jahre sp\u00e4ter bereits die Mehrheit der Weltbev\u00f6lkerung, bei mehreren hundert St\u00e4dten mit mindestens siebenstelliger Bev\u00f6lkerungszahl. Doch auch die Strukturen d\u00f6rflichen Lebens in den altindustriellen L\u00e4ndern h\u00e4ngen allein aufgrund der hohen Transport- und Verkehrsanspr\u00fcche von fossilen Energietr\u00e4gern ab.<\/p>\n<p>Das Angewiesensein auf fossile Ressourcen verfestigt Strukturen und Mentalit\u00e4ten. Die Versorgung etwa mit Energietr\u00e4gern ist in den altindustrialisierten Regionen auf Gro\u00dfkraftwerke ausgerichtet angelegt und durch Leitungs- und Lieferungs-Systeme f\u00fcr Strom, Erdgas und Erd\u00f6l zentralisiert. Eine Ersetzung der Energietr\u00e4ger durch andere ist innerhalb derselben Strukturen schwierig bis ganz unm\u00f6glich. So braucht eine Stromversorgung unter Nutzung nur erneuerbarer Energien andere Leitungs- und Regelungssystemen als die heute vorhandenen und genutzten.<\/p>\n<p>Die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Ressourcen pr\u00e4gt Einstellungen der Menschen zur Versorgung mit Energie. So wird mit der industriell erm\u00f6glichten Urbanisierung der Prozess der Gewinnung und Bereitstellung von Energie immer weniger durchschaubar, er verschwindet aus allt\u00e4glichen Erfahrungshorizonten. Strom, zunehmend auch W\u00e4rme, wird in Kraftwerken hergestellt, die sich anf\u00e4nglich noch in oder direkt angrenzend an Siedlungen befinden, im weiteren Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung jedoch immer mehr \u201efernab\u201c liegen. Die Normalb\u00fcrger, die Haushaltsger\u00e4te nutzen oder die im strombetriebenen Schnellzug fahren, tun das gewohnheitsm\u00e4\u00dfig und selbstverst\u00e4ndlich. Sie \u00fcberschauen nicht \u2013 und m\u00fcssen es auch nicht -, dass und vor allem wie ihr Alltagsablauf von komplexen Prozessen der Energiegewinnung, aus fossilen oder nuklearen Ressourcen, abh\u00e4ngt. Sie haben dar\u00fcber bestenfalls ein abstraktes Wissen, doch wenig bis keine praktische Erfahrung. Die weitgehende Intransparenz eines Energiesystem, von dessen Funktionieren wir zugleich existentiell abh\u00e4ngen, erleichtert es hinzunehmen, dass eine fossil basierten Energieversorgung weiter betrieben wird, obwohl sie sich seit geraumer Zeit als eklatant zukunftsunf\u00e4hig erwiesen hat.<\/p>\n<p>Das gilt ebenso f\u00fcr Akteure in den Konzernen, welche die Fortsetzung der fossilen Energieversorgungsstrukturen betreiben und das \u2013 wie im hier betrachteten Fall \u2013 mit strittiger CCS-Technik absichern wollen. Man muss nicht Borniertheit, b\u00f6sen Wille, nicht einmal reines Profitstreben unterstellen, sondern lediglich den so nat\u00fcrlichen wie in diesem Fall gef\u00e4hrlichen Hang, in den gewohnten und vertrauten Handlungsroutinen weiterzumachen. Um das zu ver\u00e4ndern, im zukunftsf\u00e4higen Sinn \u201einnovativ\u201c zu werden, ist ein au\u00dfer-allt\u00e4glicher organisatorischer wie vor allem geistiger Einsatz erforderlich. Jedoch sind hohe Kapitalbetr\u00e4ge in die fossil gepr\u00e4gte Energiegewinnung geflossen, mit ihrem Aufbau und Management haben sich Handlungsroutinen gebildet. Scheinbare Sachzw\u00e4nge sind dadurch entstanden, dass die Energieanlagen in gro\u00dfer Dimension errichtet wurden, dass die Energieversorgung weitr\u00e4umig angelegt, zentral strukturiert, von Gro\u00dfkraftwerken gespeist ist.<\/p>\n<p>Hochspannungsnetze binden die Versorgung mit Strom an diese Anlagen. Ein weitr\u00e4umiges Netz von Pipelines und Flotten von Gro\u00dftankern binden Gas- und Erd\u00f6l-Versorgung \u00fcber Kontinente hinweg an die F\u00f6rderregionen.<br \/>\nEine Politik, welche die Abkehr von der fossilen &#8211; wie auch der nuklearen &#8211; Energiegewinnung bereibt, wird diese \u00fcberdimensionierten Strukturen allein deshalb nicht \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, weil Potentiale wie Chancen erneuerbarer Energien stark auf Kleinr\u00e4umigkeit und Dezentralit\u00e4t ausgerichtet sind. Innerhalb der eingerichteten und eingespielten Struktur der Energieversorgung haben fossil und nuklear betriebene Gro\u00dfkraftwerke immer die Nase vorn. Ihr relativer Vorsprung erkl\u00e4rt sich nicht aus ihrer Technik und ihren Energieressourcen, sondern gr\u00fcndet in der auf sie ausgerichteten Organisation der Energieversorgung. Es \u00fcberrascht daher nicht, wenn Manager und Planungsst\u00e4be von Unternehmen, die mit solchen Gro\u00dfstrukturen arbeiten und Geld verdienen, mit besonderen Erwartungen und Hoffnungen auf die Entwicklung der CCS-Technik setzen. Erm\u00f6glicht diese doch, Gro\u00dfkraftwerke weiter zu betreiben, durch neue Anlagen zu erg\u00e4nzen oder zu ersetzen, ohne eingespielte Handlungsroutinen und Konzepte der Energiegewinnung \u00fcberdenken zu m\u00fcssen. Jedoch: Die technisch wie \u00f6konomisch m\u00f6gliche Neuausrichtung des gesamten Energiesystems auf solare Ressourcen, unter Dezentralisierung der Versorgungsstrukturen und gr\u00fcndlichen Einsparungen im Energiebedarf, droht mit der Routinisierung des \u00f6konomischen wie gesellschaftlichen Handelns zu kurz zu kommen. Angesichts der Geschwindigkeit der Erderw\u00e4rmung und der Dramatik ihrer Folgen wirkt sich die Macht der eingespielten Gewohnheiten hier fatal aus.<\/p>\n<h3>Auf, nicht in die Erde<\/h3>\n<p>Kommen wir auf die eingangs angesprochene Verkehrung des Kreislaufs zur\u00fcck: Kohlenstoff, in gigantischen Mengen zutage gef\u00f6rdert, wird per Oxydation in CO2 zur\u00fcck verwandelt. An sich ein essentieller Stoff f\u00fcr Aufbau und Erhaltung organischen Lebens, stellt sich heraus, dass er, im k\u00fcnstlich erzeugten \u00dcberma\u00df vorhanden, schwerwiegende Folgen hat. Also versucht man, Anteile des weiterhin produzierten CO2 in die Erde zur\u00fcck zu treiben. Eine Kernaufgabe der kommenden Jahrzehnte wird aber sein, das bereits atmosph\u00e4risch vorhandene CO2 zu verringern. Verfahren, die das leisten, haben nicht nur klimaentlastende Wirkung, sie st\u00e4rken auch die von Degradation und \u00dcbernutzung geschw\u00e4chten terrestrischen \u00d6kosysteme. Es gilt, bereits in der Atmosph\u00e4re vorhandenes CO2 abzubauen, also auf die Erde zu holen, statt immer neues zu erzeugen und in der Erde zu verstecken.<\/p>\n<p>Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung ist der Schutz der wichtigsten CO2-Senke auf dem Erdboden, der W\u00e4lder; vor allem aber eine natur- und standortgem\u00e4\u00dfe Wiederaufforstung. Wenn es in einer allerdings enormen Kraftanstrengung gelingt, die globalen Waldbestand um 25% zu erh\u00f6hen, w\u00fcrden pro Jahr rund 2 Mrd. t CO2 zus\u00e4tzlich absorbiert. \u00dcber ein Jahrhundert gerechnet, entspricht das etwa der Menge, die gegenw\u00e4rtig in 7 Jahren weltweit emittiert wird. Forschungs- und Entwicklungsbedarf gibt es f\u00fcr einen weiteren Weg, der zugleich erwarten l\u00e4sst, dass sich die etwa von intensiver Landwirtschaft gesch\u00e4digte Bodenfruchtbarkeit wieder verbessert. Aus der Herstellung von Holzkohle ist seit Jahrtausenden die Technik gel\u00e4ufig, Kohlenstoff bei Luftabschluss, also ohne Oxydation zu CO2 herzustellen. Diese Fertigkeit kann so ver\u00e4ndert werden, dass die entstandene Holzkohle nicht verbrannt, also nicht in CO2 verwandelt , sondern stattdessen in B\u00f6den ertragssteigernd eingebracht wird . Ein anderes \u201eVerfahren\u201c zur Bindung von CO2 ist die Wiederherstellung von Mangrovenw\u00e4ldern in flachen K\u00fcstenzonen, Lebens- und vor allem Vermehrungsraum zahlloser Meerestiere und zugleich wichtiger Schutzwall gegen St\u00fcrme und \u00dcberschwemmungen. Auch k\u00f6nnen vegetationslose Salzw\u00fcsten und durch intensive Bew\u00e4sserung versalzte B\u00f6den durch standortangepasste, salzvertr\u00e4gliche Pflanzengesellschaften aufgewertet werden und so CO2 binden.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfrisiken des Klimawandels verleiten uns, Kohlendioxid als Schadstoff anzusehen. Vom \u201eKlimagift CO2\u201c oder gar einer \u201eVerm\u00fcllung\u201c des Himmels zu sprechen, stellt jedoch die Dinge auf den Kopf. Nicht das CO2, Voraussetzung allen organischen Lebens, ist das Problem, sondern seine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Neubildung, verursacht durch ma\u00dflose Einbringung des im Erdinnern abgespeicherten Kohlenstoffs in den oberirdischen Zyklus von atmosph\u00e4rischem Gas und pflanzlichem Wachstum. Erst wenn wir das Un-Ma\u00df im Umgang mit Kohlenstoff beenden, l\u00e4sst sich ein ma\u00dfvolles Gleichgewicht zwischen Himmelsgas und irdischem Leben wiederfinden. Nicht nur menschliche Gesellschaften brauchen das, um in Zukunft &#8211; in den Worten H\u00f6lderlins \u2013 \u201e mit weniger Sorge und der Sonne zugewandt\u201c leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/2010-02_CCS_neu.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Beitrag als PDF<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Dilemma der Kohlendioxid-Abscheidung und -lagerung von Hartwig Berger erschienen in Leviathan 2\/2010 1. Der lange Schatten der Kohle Er gr\u00e4bt sich H\u00f6hlen in den Bergen und sp\u00e4ht im Schacht, Von seines Vaters heiterem Lichte fern, Dem Sonnengott auch ungetreu, der Knechte nicht liebt und der Sorge spottet. Aus H\u00f6lderlins Ode \u201eDer Mensch\u201c, die um &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/verkehrte-kreislaeufe-mit-ccs\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[90,268,210],"tags":[110,112,108,81,111,115,113,114,109],"class_list":["post-200","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-klima-und-energie","category-oeko-politik-deutschland","category-publikationen","tag-china","tag-co2","tag-css","tag-emissionen","tag-erdlagerung","tag-hochspannungsnetze","tag-kohle","tag-kohlekraftwerke","tag-stromsektor","nodate","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=200"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":428,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200\/revisions\/428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}