{"id":705,"date":"2023-07-26T12:39:32","date_gmt":"2023-07-26T10:39:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/?p=705"},"modified":"2023-07-27T10:50:12","modified_gmt":"2023-07-27T08:50:12","slug":"generationenverantwortung-in-der-klimakrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/generationenverantwortung-in-der-klimakrise\/","title":{"rendered":"Generationenverantwortung in der Klimakrise"},"content":{"rendered":"<p>Hartwig Berger, Juli 2023 <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Ich habe im Jahr 1962\/63 im Leibniz Kolleg gelebt und gelernt. Wenn ich 60 Jahre sp\u00e4ter dort die Leitfragen \u201eWelche Zukunft? Wessen Zukunft?\u201c lese, denke ich zun\u00e4chst daran, wie aus meiner Generation mit Zukunftsverantwortung umgegangen wurde. Lebensgeschichtlich ist das kein Zufall. Denn auch in der Fachdebatte gelten die Jahre seit 1950 als die Phase einer \u201eGro\u00dfen Beschleunigung\u201c in der Entwicklung der Menschheit.<\/p>\n<p>F\u00fcr die spezifische Entwicklung in Europa und damit in Deutschland w\u00fcrde ich als herausragenden Zeitpunkt die Unterzeichnung der R\u00f6mischen Vertr\u00e4ge 1957 ansetzen. Seit dieser Zeit haben sich die wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten und technischen Entwicklungen in einem bisher nicht bekannten Tempo und Ausma\u00df gesteigert, und mit ihnen der Ressourcenverbrauch, die Urbanisierung, die Globalisierung, der Transport sowie das Ausma\u00df und die Systeme der Kommunikation. Zugleich haben diese Aktivit\u00e4ten in einem ebenso hohen Tempo und Ausma\u00df die terrestrische Biosph\u00e4re, die \u201eUmwelt\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> und das Klima auf dem Planeten Erde stark ver\u00e4ndert, degradiert und dereguliert, so dass nunmehr der Fortbestand der menschlichen Gesellschaft, wie wir sie kennen, in Frage steht.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Entwicklung dr\u00e4ngt sich die Frage auf, wie die Generation, die in diesen Zeitabschnitt hineingewachsen ist, ihre Verantwortung f\u00fcr eine lebenswerte und lebbare Zukunft der nachkommenden Generationen wahrgenommen hat.<\/p>\n<h2>Wie verstehe ich Generationenverantwortung?<\/h2>\n<div id=\"attachment_710\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-710\" class=\"wp-image-710\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/school-strike-4-climate-gb14fc3636_640.jpg\" alt=\"school-strike - Fridays for Future\" width=\"400\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/school-strike-4-climate-gb14fc3636_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/school-strike-4-climate-gb14fc3636_640-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-710\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/goranh-3989449\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4059178\">Goran Horvat<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4059178\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Diese Frage wird denn auch von und mit Bewegungen junger Menschen wie \u201eFriday for Future\u201c seit einigen Jahren dringend und dr\u00e4ngend gestellt. Radikaler auftretende Bewegungen wie \u201eExtinction Rebellion\u201c in England, \u201eLetzte Generation\u201c in Deutschland und \u201eSoul\u00e8vement de la Terre\u201c in Frankreich sprechen das, bei den ersten in der Namensgebung, un\u00fcberh\u00f6rbar an. So ist die Friday-for-Future Parole <em>\u201eWir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut\u201c <\/em>nicht allein an Regierungen und politische Mandatstr\u00e4ger adressiert. Gemeint ist ebenso dringlich auch die Generation insgesamt, die die Gro\u00dfe Beschleunigung mit betrieben und durchlebt hat, ohne die desastr\u00f6sen Folgen auf die terrestrische Biosph\u00e4re und das Weltklima gen\u00fcgend zu beachten, sie vielmehr bis zum heutigen Tag weitgehend verdr\u00e4ngt oder schlicht ignoriert. Ich zitiere zwei exponierte Akteur*innen der Bewegung:<\/p>\n<p><em>\u201eDer pauschale Vorwurf des Zukunftsklaus trifft verschiedene Akteur*innen auf verschiedene Weise: Wir richten uns kollektiv an die \u00c4lteren, an Generationen vor uns, weil sie fr\u00fcher h\u00e4tten handeln m\u00fcssen. Als Teile einer Zivilgesellschaft h\u00e4tten sie wirksamen Klimaschutz fordern und gemeinsam daf\u00fcr laut werden m\u00fcssen. Sie haben es verpasst, die sich anbahnende Katastrophe durch \u00f6ffentlichen Druck und Mobilisierung abzuwenden. Sie haben wissentlich \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse gelebt und zugesehen, wie eine \u00fcberschaubare Gruppen von Akteur*innen die Klimakrise zum pers\u00f6nlichen Nutzen auf die Spitze treiben konnte\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><strong>[3]<\/strong><\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Wie verstehe ich Generationenverantwortung? Aus den philosophischen Diskursen zu diesem Begriff und zu seinen Korrelaten wie Generationengerechtigkeit und Generationenethik halte ich f\u00fcr ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis einen, wie ich annehme, eher unstrittigen Grundsatz fest:<\/p>\n<p><em>Verantwortlich verh\u00e4lt sich eine Generation, wenn sie mit ihrem Tun und Lassen&nbsp; und nach bestem Wissen und Gewissen die Lebensm\u00f6glichkeiten nachkommender Generationen wahrt und diese, wenn m\u00f6glich, verbessert, auf jeden Fall jedoch nicht einschr\u00e4nkt.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_709\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-709\" class=\"wp-image-709\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/generationen_erde_640.jpg\" alt=\"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut\" width=\"400\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/generationen_erde_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/generationen_erde_640-300x172.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-709\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/geralt-9301\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4087018\">Gerd Altmann<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4087018\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Verwirrend kann hier der Gebrauch des Kollektivsingulars sein, da prim\u00e4r Individuen oder klar definierten Personengruppen Verantwortung f\u00fcr ihr Tun und Lassen zugeschrieben wird. Auch wenn es sich eingeb\u00fcrgert hat, etwa von den Generationen \u201eder 68er\u201c, \u201eder Baby Boomer\u201c etc. zu sprechen, ist damit nie eine einigerma\u00dfen klar definierbare Personengruppe umschrieben; schon deshalb nicht, weil die R\u00e4nder in der Alterspyramide zwangsl\u00e4ufig flie\u00dfend sind und keineswegs immer klar ist, wer aufgrund des Alters oder anderer Merkmale denn zu der gemeinten Generation geh\u00f6ren soll und wer nicht. Damit ist es generell problematisch, einer Generation mit verschwommenen R\u00e4ndern und Kriterien insgesamt Verantwortung f\u00fcr \u201eihr Handeln\u201c in einem moralischen Sinn zuzuschreiben. Verantwortungszuschreibungen zielen prim\u00e4r auf Individuen, bewerten deren Handeln bzw. Unterlassen und f\u00fchren entsprechend zu positiven oder negativen Sanktionen.<\/p>\n<p>Um Missverst\u00e4ndnisse auszuschlie\u00dfen, verstehe ich daher unter<strong> &#8222;Generationenverantwortung\u201c<\/strong> die Frage, <em>ob <\/em><em>in einer Generation w\u00e4hrend der Lebensphase, in der ihre Angeh\u00f6rigen \u00fcberwiegend gesellschaftlich aktiv waren, ausreichend in Betracht gezogen wurde, dass in zentralen Punkten die Lebensm\u00f6glichkeiten nachkommender Generationen (\u00fcberwiegend) zu sichern seien oder ob deren Lebenschancen nicht vielmehr (\u00fcberwiegend) unterminiert wurden? <\/em><\/p>\n<p>In der Lebenszeit meiner Generation wurde die Biosph\u00e4re \u2013 die \u201eKritische Zone\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> der Erde &#8211;&nbsp; in einem vorher nicht gekannten Ausma\u00df, und das&nbsp; inzwischen weltweit, degradiert. Die Deregulierung des Weltklimas und der fortgesetzte massive Verlust an Biodiversit\u00e4t sind die wichtigsten Prozesse. F\u00fcr das Leben und Wirken einer Generationen ist das, was ihre Verantwortung f\u00fcr nachfolgende Generationen angeht, eine niederschmetternde Bilanz. Es stellt sich schlie\u00dflich die Frage, ob die gegenw\u00e4rtige menschliche Gesellschaft&nbsp; &#8211; wie der&nbsp; viel zitierte Zauberlehrling in Goethes Ballade \u2013 in den von ihr eingeleiteten Prozessen regelrecht ers\u00e4uft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-711\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/pxclimateaction-g3d44418f6_640.jpg\" alt=\"Verantwortung f\u00fcr den Klimawandel tragen wir!\" width=\"400\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/pxclimateaction-g3d44418f6_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/pxclimateaction-g3d44418f6_640-300x186.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Diese Lage hat sich im Verlauf und mit der Gro\u00dfen Beschleunigung ergeben \u2013 und f\u00e4llt so in die gesellschaftlich aktive Lebenszeit meiner Generation. Jedoch: Das war keineswegs zwangsl\u00e4ufig, vielmehr war es im R\u00fcckblick&nbsp; vermeidbar. Es gab in der vergangenen Jahrzehnten immer M\u00f6glichkeiten und Gelegenheiten, dem Einhalt zu gebieten, ohne dadurch die Lebensm\u00f6glichkeiten in der Gegenwart und erst recht der zuk\u00fcnftigen Generationen einzuschr\u00e4nken. Es gibt sie immer noch, wenngleich das Zeitfenster enger geworden ist und die zu erf\u00fcllenden Anspr\u00fcche immer schwieriger zu erf\u00fcllen sind. Hinweise und Warnungen hat es durchaus gegeben, dass mit einer Fortsetzung des schnell zunehmenden Ressourcen- und Energieverbrauchs, von exzessiver Urbanisierung und der Sch\u00e4digung der Biosph\u00e4re Wirtschaft und Gesellschaft in immer schwer zu meisternde Problemlagen geraten.<\/p>\n<h2>Grenzen der Wachstums<\/h2>\n<div id=\"attachment_712\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-712\" class=\"wp-image-712\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/grenze-des-wachstums591cd0b_640.jpg\" alt=\"Grenzen des Wachstums\" width=\"400\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/grenze-des-wachstums591cd0b_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/grenze-des-wachstums591cd0b_640-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/grenze-des-wachstums591cd0b_640-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-712\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/wikiimages-1897\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=11008\">WikiImages<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=11008\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Insbesondere verweise ich auf das wegweisende Buch \u201eDie Grenzen des Wachstums\u201c von 1972, das der Club of Rome bei einem team <em>der<\/em> University of Massachusetts (MIT) in Auftrag gegeben hatte. Die mit ihm vorgelegten Ergebnisse waren auch deshalb eine Pionierstudie, weil sie unter dem Einsatz elaborierter Computerprogramme erarbeitet wurden. Nach eigenem Bekunden waren die Forscher*innen&nbsp; um Donella und Dennis Meadows von der Eindeutigkeit ihrer Ergebnisse \u00fcberrascht. Im Telegrammstil und verk\u00fcrzt: Wenn die Menschheit den Kurs eines exponentiellen wirtschaftlichen Wachstums weiter <em>ver<\/em>folgt wie bisher \u2013 das \u201ebusiness-as-usual Szenario &#8211; ,&nbsp; f\u00fchrt das bereits vor der H\u00e4lfte des 21. Jahrhunderts unvermeidlich zu einem weltweiten Zusammenbruch. Wichtige Rohstoffvorr\u00e4te werden zur Neige gehen und zwangsl\u00e4ufig zum R\u00fcckgang der industriellen Produktion f\u00fchren; die Sch\u00e4den in Natur und Umwelt nehmen massiv ein bedrohliches Ausma\u00df an; und nicht zuletzt: die Ern\u00e4hrung der Weltbev\u00f6lkerung in ihrer Gesamtheit ist selbst bei bester Organisation und gerechter Verteilung von Produktion und Nahrungsmitteln nicht mehr m\u00f6glich<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>.<\/p>\n<p>Die Alarmsignale mit dieser vor mehr als 50 Jahren erschienenen und weltweit in vielen \u00dcbersetzungen verbreiteten Studie waren un\u00fcbersehbar. Sie waren auch kein \u201eAlleinstellungsmerkmal\u201c des MIT-Teams, sondern sie wurden durch zahlreiche \u201eWortmeldungen\u201c in jener Zeit sekundiert. Nicht zuletzt war das die gleichfalls im Jahr 1972 stattfindende erste UN-Umweltkonferenz in Stockholm, an der 113 Staaten mit ihren Delegationen beteiligt waren. Zwar endete die Stockholm-Konferenz mit einem nur unverbindlich gehaltenen und so nicht einklagbaren Aktionsprogramm, gleichwohl wurden in und mit ihr die Gefahren der Zerst\u00f6rung der nat\u00fcrlichen, terrestrischen Welt klar benannt und diskutiert. Das gilt ebenso f\u00fcr die hier er\u00f6rterte Generationenverantwortung. Der Generalsekret\u00e4r der Konferenz, der Kanadier Maurice Strong, sei beispielhaft zitiert:<\/p>\n<p><em>\u201eWir sind heute zusammengekommen, um unsere gemeinsame Verantwortung f\u00fcr die Umweltprobleme einer Erde zu best\u00e4tigen, deren Verwundbarkeit wir alle teilen. <strong>Diese Zusammenkunft dient nicht nur uns selber, sondern auch k\u00fcnftigen Generationen. Denn wir treffen uns als Treuh\u00e4nder f\u00fcr alles Leben auf dieser Erde und f\u00fcr das Leben in der Zukunft<\/strong>.\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><strong>[6]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_714\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/greenhouse-effect-g58d260010_640.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-714\" class=\"wp-image-714\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/greenhouse-effect-g58d260010_640.png\" alt=\"Treibhaus-Effekt\" width=\"400\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/greenhouse-effect-g58d260010_640.png 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/greenhouse-effect-g58d260010_640-300x222.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-714\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/openclipart-vectors-30363\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=146552\">OpenClipart-Vectors<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=146552\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Aus heutiger Sicht ist zu bemerken, dass weder die Meadows-Studie noch die Stockholm Konferenz die damals bereits angelaufene wissenschaftliche Diskussion zum Treibhauseffekt in der Erdatmosph\u00e4re angemessen ber\u00fccksichtigten. Allerdings waren Ausma\u00df und katastrophale Auswirkungen einer Ver\u00e4nderung des Weltklimas in ihrem Umfang 1972 noch unklar. Es mag nachvollziehbar sein, dass das MIT-Team sich damals auf die Ber\u00fccksichtigung noch unklarer Entwicklungen nicht einlassen wollte. Das gilt auch f\u00fcr das inzwischen auf den in Umfang und Auswirkungen noch weitreichender eingesch\u00e4tzte Massenaussterben in der Tier- und Pflanzenwelt unseres Planeten. Hier hatte allerdings Rahel Carson mit ihrem Buch \u201eThe Silent Spring\u201c von 1962 bereits eine intensive Diskussion ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Allein schon das business-as-usual Szenario h\u00e4tte, allein in Beachtung der mit ihm fraglichen Lebenschancen nachfolgender Generationen, in Politik und Gesellschaft ernsthaften Pr\u00fcfungen unterzogen werden m\u00fcssen. Wobei, wie bei der Absch\u00e4tzung von Gro\u00dfrisiken generell, vorgebrachte Einw\u00e4nde und Widerlegungen streng gegenzupr\u00fcfen w\u00e4ren. \u00dcberdies hatte das MIT-team erg\u00e4nzend zur Wachstumskritik Alternativszenarien erarbeitet und computergest\u00fctzt durchgerechnet, die nicht in einen ansonsten zu bef\u00fcrchtenden weltweiten Zusammenbruch von Wirtschaft und Gesellschaft f\u00fchren. Es gibt im \u00fcbrigen gen\u00fcgend Beispiele und es bedarf nur wenig an soziologischer Phantasie sich auszumalen, wie umfangreichere Wirtschafts-, Ern\u00e4hrungs und (Um-)Weltkrisen innergesellschaftliche Konflikte&nbsp; ausl\u00f6sen und zu Verfolgungen und Vertreibungen, Gewaltkonflikten und Kriegen, zu Staatsversagen und gesellschaftlichen Zusammenbr\u00fcchen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Es versteht sich, dass auch eine fundierte und gegengepr\u00fcfte Analyse nicht per se dazu f\u00fchren muss, in der Politik den als Konsequenz vorgeschlagenen Kurswechsel einzuleiten. Zumal dieser Kurswechsel einschneidend w\u00e4re. Um es mit Donella und Denis Meadows zu formulieren:<\/p>\n<p><em>Eine lebenswerte Zukunft muss zu einer Epoche des R\u00fcckzugs werden, in der man die Aktivit\u00e4ten zur\u00fcckf\u00e4hrt und die entstandenen Sch\u00e4den ausheilen l\u00e4\u00dft\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><strong>[7]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Vielleicht ist mein Blick zur\u00fcck im Zorn von der&nbsp; Erfahrung langj\u00e4hriger Verdr\u00e4ngung der Resultate und Warnungen der Meadows-Studie in Wirtschaft und Politik getr\u00fcbt. Denn ich erinnere mich nicht an eine damalige extensive Diskussion in der Gr\u00fcndlichkeit, die bei einem durchgerechneten und so alarmierenden Zukunftsszenario einfach geboten ist. Zumal die Autor\/innen der Studie neben dem Katastrophenszenario gleichzeitig und mehrfach<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> darlegten, wie erst mit Wachstumsbeschr\u00e4nkung eine zukunftsf\u00e4hige<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Gesellschaft f\u00fcr alle Menschen erreicht werden kann.<\/p>\n<h2>Die Kernaussagen waren 1972:<\/h2>\n<ul>\n<li>Es ist m\u00f6glich, einen \u00f6kologischen und wirtschaftlichen Gleichgewichtszustand herbeizuf\u00fchren und so die Lebensgrundlagen f\u00fcr alle Menschen sicherzustellen<\/li>\n<li>Je eher die Menschheit sich entschlie\u00dft und beginnt, diesen Zustand herzustellen, um so gr\u00f6\u00dfer sind die Chancen, dass sie ihn auch erreicht.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_715\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-715\" class=\"wp-image-715\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/industrie_treibhausgase_640.jpg\" alt=\"Treibhausgase und das Klima\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/industrie_treibhausgase_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/industrie_treibhausgase_640-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-715\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/sd-pictures-3553481\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1761801\">Ralf Vetterle<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1761801\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>In umgekehrter Denkrichtung war das auch als Warnung zu lesen:&nbsp; Je l\u00e4nger insbesondere die hauptverantwortlichen Industrienationen zuwarten, einen gezielten Kurs der Umsteuerung jenseits der Wachstumsspirale einzuleiten, desto schwieriger wird eine Umsteuerung und desto mehr schwinden die Aussichten, die Lebensgrundlagen f\u00fcr alle Menschen sicherstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im \u00fcbrigen \u00fcberrascht es, wie wenig in der Folge die einfache mathematische Weisheit bedacht wurde, dass ein exponentiellen Wirtschaftswachstum, erst recht seine angestrebte Beschleunigung, \u00fcber einen l\u00e4ngere Zeitraum die es begleitenden Probleme zu nicht mehr beherrschbaren Umf\u00e4ngen anwachsen l\u00e4sst. Weniger der Weg einer Wachstumsbeschr\u00e4nkung, weitaus mehr der eines exponentiellen und nicht begrenzten Wachstums ist im Lichte seiner Untiefen und Folgen begr\u00fcndungspflichtig.<\/p>\n<p>Im Gegenteil wurde wenig sp\u00e4ter, angesto\u00dfen in den industrialisierten Kernl\u00e4ndern, eine Wirtschaftsstrategie des entschieden beschleunigten Wachstums durchgesetzt. Exemplarisch daf\u00fcr sind die neoliberale Politik unter Margret Thatcher in Gro\u00dfbritannien ab 1979 und unter Ronald Reagan in den USA ab 1981. Sowie unter anderen Umst\u00e4nden und \u2013 wie heute zu sehen \u2013 noch wirkungsvoller die Politik Chinas, wie sie unter Deng-Hsiao-Ping als \u201eparamount leader\u201c sp\u00e4testens ab 1978 eingeleitet wurde. Ronald Reagan tat den Bericht des Club of Rome mit der saloppen Bemerkung ab: There are no great limits to growth<em> because there are no limits of human intelligence, imagination, and wonder.<\/em><\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/clubofrome.de\/die-grenzen-des-wachstums\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Club of Rome Bericht von 1972<\/a> war der Prozess der durch Treibhausgase bedingten Erderw\u00e4rmung nur marginal ber\u00fccksichtigt, wenngleich dieser Prozess und damit im Kern auch seine hochriskanten globalen Konsequenzen lange bekannt waren. Der d\u00e4nische <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Treibhauseffekt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Physiker Arrhenius<\/a> ver\u00f6ffentlichte 1895 die schon damals schwer zu bestreitende Einsch\u00e4tzung, dass die von der Kohleverbrennung angesto\u00dfene \u00fcberm\u00e4\u00dfige Anh\u00e4ufung von Kohlendioxid in der Atmosph\u00e4re den R\u00fcckstrahlungseffekt von W\u00e4rme auf die Erde verst\u00e4rkt und dass sich damit die Durchschnittstemperaturen erh\u00f6hen werden. Der deutsche Physiker berechnete als einer der ersten 1975 die Ausma\u00dfe des Treibhauseffekts in Abh\u00e4ngigkeit von den zu erwartenden Emissionen, erhielt daf\u00fcr jedoch erst 2022 den Nobelpreis f\u00fcr Physik, gemeinsam mit zwei anderen Klimawissenschaftlern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Weltklimarat und Weltklimakonferenzen<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_716\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-716\" class=\"wp-image-716\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/un-g7214c7a7c_640.png\" alt=\"UN und Weltklimarat\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/un-g7214c7a7c_640.png 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/un-g7214c7a7c_640-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-716\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/elf-moondance-19728901\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=6679346\">Moondance<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=6679346\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Im R\u00fcckblick ist schwer nachvollziehbar, dass das nach der Stockholm Konferenz 1972 eingesetzte Umwelt und Entwicklungsprogramm UNEP erst 1988 erreichte, dass die UN-Vollversammlung den Weltklimarat, das \u201eInternational Panel of Climate Change\u201c (IPCC) einrichtete. Mit dem IPCC ist seitdem die Klimaforschung l\u00e4nder\u00fcbergreifend beauftragt, den Sachstand zur Ver\u00e4nderung des Weltklimas und seiner voraussehbaren Entwicklung in den jeweils kommenden Jahren und Jahrzehnten zusammenzufassen. Dabei gilt das Konsensprinzip, es muss also zwischen den Klimawissenschaftlern von Venezuela \u00fcber Frankreich bis Saudi Arabien oder China eine \u00fcbereinstimmende Einsch\u00e4tzung erreicht werden. Wobei gegenw\u00e4rtig Personen aus 193 Staaten an dieser Erarbeitung beteiligt sind. Die in den Berichten getroffenen Aussagen sind demnach hochgradig gegengepr\u00fcft und inhaltlich belastbar. Zugleich sorgt das Konsensprinzip, das die Wissenschaft auch aus den Klimaschutz blockierenden Staaten einbezieht, daf\u00fcr, dass sich die Prognosen und Warnungen eher am unteren Ende \u201edes Schlimmen\u201c bewegen.<\/p>\n<p>Dennoch h\u00e4tte der erste Sachstandsbericht des IPCC von 1990 in der Welt\u00f6ffentlichkeit&nbsp; in meiner Generation wie eine Bombe einschlagen m\u00fcssen. Vergegenw\u00e4rtigen wir uns die zentralen Schlussfolgerungen aus Sicht der IPCC-working group 1<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>:<\/p>\n<p><em>An average rate of increase of global mean temperature during the next century of about 0.3\u00b0C per decade (with an uncertainty range of 0.2 \u2014 0.5 \u00b0 C per decade) assuming the IPCC Scenario A (Business-as- Usual) emissions of greenhouse gases; this is a more rapid increase than seen over the past 10,000 years. This w i l l result in a likely increase in the global mean temperature of about 1\u00b0C above the present value by 2025 (about 2 \u00b0 C above that in the pre-industrial period), and 3\u00b0C above today&#8217;s value before the end of the next century (about 4 \u00b0 C above pre-industrial). The rise will not be steady because of other factors.<\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><em>Under the I P C C Scenario A (Business-as-Usual) emissions, an average rate of global mean sea-level rise of about 6 cm per decade over the next century (with an uncertainty range of 3\u201410 cm per decade) mainly due to thermial expansion of the oceans and the melting of some land ice. The predicted rise is about 20 cm in global mean sea level by 2030, and 65 cm by the end of the next century. <\/em><em>There will be significant regional variations.<\/em><\/p>\n<p>Dabei lag die working group 1 noch am unteren Ende im Vergleich zur Einsch\u00e4tzung der Gruppe 2, wonach beim business-as-usual eine Temperaturerh\u00f6hung bis 2100 um bis zu 4,5 Grad Celsius und ein Ansteigen der Weltmeere um 1m wahrscheinlich seien.<\/p>\n<div id=\"attachment_717\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-717\" class=\"wp-image-717\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/anstieg_meeresspiegel_640.jpg\" alt=\"Klimawandel: der Meeresspiegel steigt an\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/anstieg_meeresspiegel_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/anstieg_meeresspiegel_640-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-717\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/dimitrisvetsikas1969-1857980\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3361029\">Dimitris Vetsikas<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3361029\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Wenn auch nicht so detailliert wie heutzutage, lagen die Auswirkungen dieser Temperatur- und Meeresanstiege auch 1990 auf der Hand. Ein gro\u00dfer Teil der gro\u00dfen urbanen Agglomerationen der Welt liegt direkt oder nahe an den Ozeanen und ist so ohne Zweifel vom Anstieg des Meerespegels betroffen; die Temperaturanstiege haben massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft und damit auf die Weltern\u00e4hrung. So prognostizierte der IPCC-Bericht deutliche R\u00fcckg\u00e4nge der Landwirtschaft in gro\u00dfen Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Dass mit h\u00f6heren Temperaturen ein Abschmelzen der Gletscher unvermeidlich ist, war auch damals klar und ist seitdem Dauerthema in der Gebirgskunde. Dass damit etwa in S\u00fcd- und Ostasien, deren Flusssysteme sich aus dem Himalaya speisen, die Wasserversorgung f\u00fcr Milliarden von Menschen und ihre dortige Landwirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs ger\u00e4t, lie\u00df sich unschwer deduzieren. Und es \u00fcberrascht im R\u00fcckblick, dass die sich selbst verst\u00e4rkenden Prozesse, heute als \u201eKipppunkte des Klimawandels\u201c diskutiert, damals noch wenig im Brennpunkt standen. Wie das Auftauen der Permafrostb\u00f6den, die mit der Freisetzung riesiger Mengen von im Boden aus der organischen F\u00e4ulnis gespeichertem Methan das Klima weiter anheizen; oder das abschmelzende Eis der Polarkappen und in Gr\u00f6nland, das den Meeresspiegel weit schneller und st\u00e4rker erh\u00f6ht und die Meeresstr\u00f6mungen \u2013 wie den Golfstrom \u2013 in ihrem Lauf ver\u00e4ndern kann. Mit kaum auszudenkenden zus\u00e4tzlichen klimatischen Folgen.<\/p>\n<p>Allerdings haben das UN-Sekretariat und die UN-Vollversammlung auf den ersten IPCC-Sachbericht reagiert, indem sie zwei Jahre sp\u00e4ter einen Weltgipfel f\u00fcr Umwelt und Entwicklung einberiefen, den so betitelten \u201eEarth Summit\u201c, der bei Teilnahme von 172 Staaten in Rio de Janeiro stattfand. Dieser Earth Summit war im Ergebnis ein wichtiger Schritt voran in der globalen Zusammenarbeit von Bem\u00fchungen zum Schutz von Klima und nat\u00fcrlicher Welt. Das gilt insbesondere f\u00fcr das dort erarbeitete Biodiversit\u00e4tsabkommen, f\u00fcr die Klimarahmenkonvention, das Agenda 21 Programm und, als folgenreichste, die Vereinbarung von allj\u00e4hrlichen Weltkonferenzen, um Ma\u00dfnahmen zur Umsetzung der Klimarahmenkonvention zu beraten und zu vereinbaren.<\/p>\n<h2>Der Beschluss zur Klimarahmenkonvention<\/h2>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/klima-energie\/internationale-eu-klimapolitik\/klimarahmenkonvention-der-vereinten-nationen-unfccc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beschluss zur Klimarahmenkonvention<\/a>, auf den ich mich im folgenden konzentriere, nimmt den Anspruch von Generationenverantwortung ernst. Denn er zielt darauf, die Lebensm\u00f6glichkeiten zuk\u00fcnftiger Generationen zu sichern. Dazu die Kerns\u00e4tze der Konvention:<\/p>\n<p><em>Das Endziel dieses \u00dcbereinkommens und aller damit zusammenh\u00e4ngenden Rechtsinstrumente \u2026 ist es, <strong>die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosph\u00e4re auf einem Niveau zu erreichen, auf dem eine gef\u00e4hrliche anthropogene St\u00f6rung des Klimasystems verhindert wird. <\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Ein solches Niveau sollte innerhalb eines Zeitraums erreicht werden, der ausreicht, damit sich die <strong>\u00d6kosysteme <\/strong>auf nat\u00fcrliche Weise den Klima\u00e4nderungen anpassen k\u00f6nnen, die <strong>Nahrungsmittelerzeugung<\/strong> nicht bedroht wird und eine <strong>nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung<\/strong> fortgef\u00fchrt werden kann (Hervorhebungen von mir).<\/em><\/p>\n<p>Ohne Zweifel ist die Erkl\u00e4rung bemerkenswert und vor allem die Tatsache, dass alle beteiligten Staaten sie ratifizierten. Allerdings fehlt ihr jede v\u00f6lkerrechtlich einklagbare Verbindlichkeit; sie verpflichtet also nicht zu irgendwie bestimmbaren Aktivit\u00e4ten, die einer Erderw\u00e4rmung entgegen wirken. Entscheidend war daher die Einigung auf j\u00e4hrliche unter dem Schirm der UNO stattfindende Weltklimakonferenzen, um hier zu m\u00f6glichst bindenden Beschl\u00fcssen zur Einschr\u00e4nkung der Treibhausgas-Emissionen zu kommen.<\/p>\n<p>Es dauerte noch fast drei Jahre, bis die erste dieser Konferenzen 1995 stattfand, \u00fcbrigens unter Vorsitz der damaligen deutschen Umweltministerin Angela Merkel. Seitdem wurden bis zum Dezember 2022 27 Weltklimakonferenzen durchgef\u00fchrt, auf denen nunmehr alle Staaten, mit zuletzt in Glasgow 45.000 zugelassenen Teilnehmenden, vertreten waren. Es ist hier nicht der Ort, relative Erfolge oder Misserfolge dieser 27 Klimagipfel immanent zu bewerten. Zumal sich die Entwicklung des Weltklimas nicht an Vereinbarungen h\u00e4lt, sondern an die Menge der weiter in die Atmosph\u00e4re entlassenen Treibhausgase und ihre physikalische Wirkung. Beginnen wir mit den vor allem relevanten CO 2 Emissionen<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/37187\/umfrage\/der-weltweite-co2-ausstoss-seit-1751\/\" rel=\"nofollow\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 100%; height: auto !important; max-width: 1000px; -ms-interpolation-mode: bicubic;\" src=\"https:\/\/de.statista.com\/graphic\/1\/37187\/der-weltweite-co2-ausstoss-seit-1751.jpg\" alt=\"Statistik: CO2-Emissionen weltweit in den Jahren 1960 bis 2021 (in Millionen Tonnen) | Statista\"><\/a><br \/>\nMehr Statistiken finden Sie bei <a href=\"https:\/\/de.statista.com\" rel=\"nofollow\">Statista<\/a>&nbsp;&#8211; Dem Schaubild sei der Wert f\u00fcr 2022, von 36,8 Mrd. t CO2 weltweit, angef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Demnach hat sich die j\u00e4hrliche Menge im Verlauf der 27 Weltklimagipfel um knapp 60% erh\u00f6ht. Im Verlauf des Jahrzehnts von 2000 bis 2010, also nach dem Berliner Gipfel 1995, ging die CO2 Kurve sogar steil nach oben und verzeichnete den prozentual h\u00f6chsten Anstieg seit 1960. Der Abschwung 2020 ist der Wirkung der Covid-Pandemie zuzurechnen und wird mit den deutlichen Anstiegen 2021 und 2022 mehr als \u201ekompensiert\u201c.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rtes und verpflichtendes Ziel aller Klimagipfel ist aber eine Reduzierung des CO2-Aussto\u00df, wobei das mit den Jahren immer enger werdende Zeitfenster dazu zwingt, die Rate der notwendigen Verringerung Jahr f\u00fcr Jahr zu steigern, um die \u2013 erst 2015 in Paris beschlossene &#8211; Eind\u00e4mmung der Erderw\u00e4rmung auf \u201em\u00f6glichst 1,5 Grad, in jedem Fall unter 2 Grad\u201c im 21. Jahrhundert \u00fcberhaupt erreichen zu k\u00f6nnen. Um bis 2050 Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen, w\u00e4re die Jahresmenge von 2022, bei bisher nicht erreichter Stagnation,&nbsp; nur 15-20 weitere Jahre zul\u00e4ssig, wenn die Erderw\u00e4rmung bei einem Wert zwischen 1,5 und 2 Grad mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> wenigstens beschr\u00e4nkt bleiben soll. Auch dann w\u00fcrden sich die schweren klimabedingten Katastrophen, die wir in den letzten Jahren gesehen haben \u2013 bei einer Erderw\u00e4rmung von rund 1,2 Grad \u2013 deutlich versch\u00e4rfen. Die 1,5- 2 Grad Grenze&nbsp; setzt die Klimaforschung nicht unter einem Ma\u00df der Vertr\u00e4glichkeit. Hitzedome wie im Juli 2023 in den USA, gigantische, nicht mehr zu l\u00f6schende Waldbr\u00e4nde wie 2019 in Sibirien und 2023 in Kanada, \u00dcberschwemmungen wie in Pakistan 2022, der Untergang ganzer Regionen im Meer wie in Bangladesh und St\u00fcrme von bisher nicht bekannter Wucht und Zerst\u00f6rung wird es mit einer 1,5 Grad Grenze h\u00e4ufiger als gegenw\u00e4rtig geben. Weite Regionen der Erde werden auch mit 1,5-2 Grad zu W\u00fcsten degenerieren; der Verlust an Ern\u00e4hrungsgrundlage, \u00dcberschwemmungen, Unwetterkatastrophen und nicht zuletzt darauf erwachsende Gewaltkonflikte werden dann Menschen zwingen, als Klimafl\u00fcchtlinge oder Vertriebene ihre Heimat zu verlassen. Die Grenze 1,5 Grad ergibt sich vielmehr aus der Einsch\u00e4tzung, dass nur so nicht die sogenannten \u201etipping points\u201c \u00fcberschritten werden, also Prozesse, die selbstverst\u00e4rkende Prozesse der Erderw\u00e4rmung einleiten, die durch klimaangepasstes Verhalten der Menschheit dann nicht mehr zu stoppen sind.<\/p>\n<p>Dass der Marsch ins weltweite Treibhaus sich w\u00e4hrend der nunmehr 28 Jahre stattfindenden Klimagipfeln ungebremst fortsetzt, ergibt sich auch mit anderen Indikatoren. So erh\u00f6hte sich der allein f\u00fcr den weltweiten Energiesektor errechnete Anteil der hoch klimawirksamen Methan-Emissionen von 2000 bis 2020 um 25%<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>. Der Verlust an Mooren und Feuchtgebieten, hotspots f\u00fcr Biodiversit\u00e4t und wichtige Kohlenstoffspeicher, setzt sich mit unver\u00e4nderter Geschwindigkeit fort. Und die Fl\u00e4che an W\u00e4ldern, ebenfalls neben dem unsch\u00e4tzbaren Naturwert ein wichtiger Kohlenstoffspeicher, nimmt insbesondere in den Tropen in weiterhin leicht zunehmendem Tempo ab. Dazu das folgende Schaubild<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.globalforestwatch.org\/embed\/widget\/treeLossPct\/global\" width=\"630\" height=\"460\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir die einleitende Messlatte \u201eGenerationenverantwortung\u201c an den Ablauf der Weltklimakonferenzen legen, so ist das Ergebnis, dass in den gesamten fast 30 Jahren und ungeachtet des enormen Aufwands in der Durchf\u00fchrung dieser globalen events die Wahrung der Lebensm\u00f6glichkeiten aller nachkommenden Generationen krass verspielt worden ist. Zwischen dem enormen Aufwand und den erreichten Ergebnissen klafft ein kaum zu ertragender Abgrund. Gemessen am Ergebnis, sind die Klimakonferenzen gescheitert. Und da sich das Zeitfenster f\u00fcr ein wirksames Gegenhandeln zur Klimakrise immer mehr schlie\u00dft, macht es auch nur begrenzt Sinn, auf einen legend\u00e4ren Durchbruch bei einem der kommenden Klimagipfel zu hoffen oder zu setzen. Einer der Gr\u00fcnde des bisherigen Scheitern der Klimagipfel liegt aus meiner Sicht darin, dass sich die teilnehmenden Staaten hinter den gemeinsam gefassten Beschl\u00fcssen verstecken k\u00f6nnen, ohne diese als verpflichtenden Auftrag im eigenen Land ernsthaft anzugehen und umzusetzen. Die Zukunftsverantwortung, um die es geht, wird mit den einstimmig zu beschlie\u00dfenden Abschlusserkl\u00e4rungen jeder Konferenz abgegolten, doch sie wird damit noch lange nicht als eine verpflichtender Auftrag im eignen Land angenommen und umgesetzt.<\/p>\n<h2>Welche Zukunft? Wessen Zukunft?<\/h2>\n<p><strong>Im Lichte von Generationenvorsorge liegt in unserem Fall folgende Absurdit\u00e4t vor:<\/strong><\/p>\n<p>Ein weltweites Gremium von anerkannten Fachleuten&nbsp; stellt im Konsens&nbsp; und in Jahresfolgen h\u00f6chst beunruhigende Entwicklungen f\u00fcr die Zukunft fest. Nicht nur das: Die vorausgesagten Ereignisse treten bereits schrittweise gesteigert ein. Obwohl leichtfertig, kann es nicht \u00fcberraschen, dass Viele die Entwicklungen ignorieren, insbesondere, wenn sie davon nicht oder nur wenig betroffen sind. Auch werden andere den Expert*innen die vorausgesagten Verschlimmerungen und die Ergebnisse ihrer Ursachenforschung nicht abnehmen. Doch dass die Wissenschaft recht haben \u201ek\u00f6nnte\u201c, kann niemand wirklich ernsthaft bestreiten. Dass ihre Analysen zutreffen k\u00f6nnten,&nbsp; muss zumindest in Betracht gezogen werden, wenn es um Vorsorge f\u00fcr die Zukunft geht. In jedem Fall, wenn wir nicht die eigene begrenzte Lebenszeit, sondern die Lebensumst\u00e4nde der nachfolgenden Generationen im Auge haben..<\/p>\n<div id=\"attachment_718\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-718\" class=\"wp-image-718\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Klimawandel_Kinder_640.jpg\" alt=\"Der Klimawandel trifft unsere Kinder\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Klimawandel_Kinder_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Klimawandel_Kinder_640-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-718\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/sasint-3639875\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1807500\">Sasin Tipchai<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1807500\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Sofern wir an die nachfolgenden Generationen &#8211; Kinder, Enkel \u2013 denkt, k\u00f6nnen wir Zukunftsvoraussagen nicht&nbsp; ernsthaft ignorieren, es sei, wir verweigern uns jeder Zukunftsvorsorge..<\/p>\n<p>Ich wollte das mit einer Tierfabel illustrieren, bis mir einfiel, dass nur wenige Arten sich so zukunftsignorant verhalten wie die Inselbewohner. Die meisten unserer tierischen und pflanzlichen Mitbewohner auf der Erde haben ihre Fortexistenz \u00fcber Generationen und damit die entsprechende Vorsorge fest und immer \u201eim Auge\u201c.<\/p>\n<h2>Im Unterschied zu \u201eunserem\u201c Artverhalten.<\/h2>\n<div id=\"attachment_721\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-721\" class=\"wp-image-721\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Klimawandel_Hitze_640.jpg\" alt=\"Weltklimakonferenzen mit verbindlichen Vorgaben sind notwendig\" width=\"400\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Klimawandel_Hitze_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Klimawandel_Hitze_640-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-721\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/geralt-9301\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4767445\">Gerd Altmann<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4767445\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Was die Vorlage, die Weltklimakonferenzen betrifft, wird aus dem Dilemma der Nichtumsetzung manchmal gefolgert, dass sie im Ansatz falsch angelegt sei, weil sie nicht schl\u00fcssig zur Umsetzung in den Einzelstaaten zwingt.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>. Ich halte hingegen eine Fortsetzung dieser Weltkonferenz f\u00fcr unabdingbar, trotz der H\u00fcrden in der konsensuell stattfindenden Beschlussfassung und in der nationalen (Nicht-) Umsetzung. F\u00e4nden sie nicht weiter statt, w\u00fcrden in den meisten der Nationalstaaten Ma\u00dfnahmen, die dem Klimaschutz dienen, erst recht unterlassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ausgangsfrage nach der Generationenverantwortung in Sachen Klimaver\u00e4nderung ist das Ergebnis deprimierend. Angesichts des bisherigen Verlaufs scheitert&nbsp; bisher der Weg, \u00fcber international festzulegende Vereinbarungen diese Verantwortung auch nur ann\u00e4hernd wahrzunehmen. Vielmehr wird im selben Zeitraum durch anhaltenden Emissionsanstieg und Zerst\u00f6rung von Naturr\u00e4umen die Klimakrise nur beschleunigt. Zugleich zeichnet sich aber bisher im Weltma\u00dfstab keine bessere Alternative ab:<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Klimagipfel sind <strong>bisher<\/strong> keine L\u00f6sung \u2013 keine Klimagipfel sind <strong>erst rech<\/strong>t keine L\u00f6sung.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_722\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-722\" class=\"wp-image-722\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/biodiversitaet_640.jpg\" alt=\"Wir m\u00fcssen die Biodiversit\u00e4t erhalten\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/biodiversitaet_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/biodiversitaet_640-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><p id=\"caption-attachment-722\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/dirkdanielmann-16792356\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=5234225\">Dirk Daniel Mann<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=5234225\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<p>Zu Resignation und Untergangsstimmung besteht dennoch kein Anlass. Es ist noch nicht wirklich zu sp\u00e4t, den Prozess der anthropogen eingeleiteten Erderhitzung einzud\u00e4mmen und damit etwa auch das zweite, vielfach f\u00fcr umfassender eingesch\u00e4tzte Gro\u00dfrisiko: den ebenfalls anthropogen eingeleiteten Schwund der Biodiversit\u00e4t einzugrenzen und zu bremsen. So war es eine enorme Ermutigung, dass 2022 ein Team von \u00fcber 40 Autor*innen f\u00fcr den Club of Rome einen neuen \u201e<a href=\"https:\/\/clubofrome.de\/news\/earth4all-survivalguide-fur-unseren-planeten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Survivalguide f\u00fcr unseren Planeten<\/a>\u201c in der Erwartung auf eine weltweite Debatte ver\u00f6ffentlichten; 50 Jahre nach dem Bericht \u201eGrenzen des Wachstums\u201c, wobei sie ebenfalls, und aufgrund der informationstechnischen Entwicklung elaborierter, mit&nbsp; sog. systemdynamischen Computermodellen arbeiteten<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/earth4all.life\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Earth4All<\/a> legt mit <em>To Little To Late<\/em> und <em>Giant Leap<\/em> zwei Szenarien zukunftliger globaler Entwicklung vor. Zentrale These ist, dass es bei sofortiger und weltweiter Einleitung von \u201e<em>f\u00fcnf au\u00dferordentlichen Kehrtwenden\u201c <\/em>m\u00f6glich ist, das Wirken der Menschheit bis sp\u00e4testens 2050 so zu ver\u00e4ndern, dass die planetaren Grenzen wieder eingehalten werden. Es geht im vorgelegten Transformationsmodell also nicht \u201enur\u201c um eine Eind\u00e4mmung der Erderw\u00e4rmung, sondern generell um eine Sicherung der terrestrischen Biosph\u00e4re vor weiterer massiver Degradation. Dabei umschlie\u00dft der vorgeschlagene \u201eGiant Leap\u201c auch Schritte zur gesellschaftlichen Umgestaltung. Um dem Weg hin zur Klimaneutralit\u00e4t die notwendige Unterst\u00fctzung&nbsp; und Akzeptanz in der Gesellschaft zu erhalten, muss die sozialen Ungleichheit, inner- wie au\u00dferstaatlich, reduziert werden. Zugleich muss weltweit ein \u201eempowerment\u201c der Frauen eingeleitet und durchgesetzt werden.<\/p>\n<p>Hier ist nicht der Ort, den j\u00fcngsten Survival Guide des Club of Rome n\u00e4her darzulegen. Entscheidend sind die zwei Thesen: Eine Kehrtwende raus aus der Phase der destruktiv wirkenden Gro\u00dfen Beschleunigung&nbsp; ist noch m\u00f6glich und: sie muss unverz\u00fcglich angegangen und eingeleitet werden.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend&nbsp; eine pers\u00f6nliche Bemerkung, da meine aktive Lebenszeit nun einmal mit der Zeit der Gro\u00dfen Beschleunigung zusammenf\u00e4llt, und so mit den Jahren, in denen die nat\u00fcrlichen Lebenswelten auf diesem Planeten immer schneller degradiert werden. Diese Degradierung hat meine Generation, und das gilt auch f\u00fcr mich, ganz \u00fcberwiegend ignoriert und wenn wahrgenommen, zumeist verdr\u00e4ngt und beiseite geschoben. Zum Schaden der nachfolgenden Generationen. Im R\u00fcckblick reagiere ich darauf in einer Mischung aus Wut und Schuld. Aus Wut \u00fcber die Verantwortungslosigkeit in meiner Generation, und als Schuld, weil ich mitbeteiligt war, allein wegen meiner Klassenlage und in einer privilegierten Region Europas lebend.<\/p>\n<p>Mein Engagement folgt dem Spruch Martin Luthers, dass er, wenn der Weltuntergang bevorsteht, noch am Vortag erst recht ein Apfelb\u00e4umchen pflanzen w\u00fcrde. Und zwei Schriften, die in unserer Zeit 1962\/3 am Leibniz Kolleg gelesen und diskutiert wurden: Das \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Prinzip_Hoffnung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prinzip Hoffnung<\/a>\u201c von Ernst Bloch, der damals als au\u00dferordentlicher Professor an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen lehrte; und den \u201e <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Mythos_des_Sisyphos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mythos von Sisyphos<\/a>\u201c von Albert Camus: Dass wir, wenn die Aussichten d\u00fcster, eher aussichtslos&nbsp; und ein Scheitern nahezu unumgehbar erscheinen, nicht aufstecken und erst recht gegenhalten und weitermachen. Wie es der polnische Schriftstelle Stanislav Jerzy Lec einmal formuliert hat:<\/p>\n<p>&#8222;Es ist nie zu fr\u00fch, auf bedrohliche Risiken zu sp\u00e4t zu reagieren\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_723\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-723\" class=\"size-full wp-image-723\" src=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/nachhaltigkeit_erde_640.jpg\" alt=\"Nachhaltigkeit ist wichtig f\u00fcr den Erhalt des Globus\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/nachhaltigkeit_erde_640.jpg 640w, https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/nachhaltigkeit_erde_640-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><p id=\"caption-attachment-723\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/geralt-9301\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3310049\">Gerd Altmann<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3310049\">Pixabay<\/a><\/p><\/div>\n<hr>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dieses Papier ist die nachtr\u00e4gliche Aus- und Umarbeitung eines Referats, dass ich im Oktober 2022 auf einem intergenerationellen Treffen&nbsp; und Kolleg zwischen den Leibnizianer*innen des Jahres 2022\/23 und Leibnizianer*innen des Jahres 1962\/3 gehalten habe.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im \u00fcblichen Begriff \u201eUmwelt\u201c ist die Degradierung bereits mitgeschrieben. Als Menschen sind wir&nbsp; untrennbarer Teil der nat\u00fcrlichen Welt und leben \u201emittendrin\u201c, auch wenn wir uns dessen selten, manchmal auch \u00fcberhaupt nicht bewusst sind. \u201eUm-Welt\u201c verschiebt&nbsp; diese \u201eIn-Welt\u201c an die Peripherie und sorgt mit daf\u00fcr, dass wir uns mit den hier auftretenden Problemen und Risiken nur marginal besch\u00e4ftigen. Sehr deutlich hat das Niklas Luhmann in seinem Buch \u201e\u00d6kologische Kommunikation\u201c&nbsp; (Opladen 1986) ausgearbeitet, jedoch gegenteilige Schl\u00fcsse daraus gezogen; vor allem aber Bruno Latour, der \u201eenvironnement\u201c durch \u201emonde terrestre\u201c, \u201ekritische Zone\u201c und \u201eIn-Welt\u201c ersetzt (Bruno Latour, Das terrestrische Manifest, Berlin 2018.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Luisa Neubauer\/Alexander Repenning, Vom Ende der Klimakrise, Stuttgart 2019.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Unter \u201eKritischer Zone\u201c ist der in wechselseitigen Beziehungen lebendige und sich am Leben erhaltende Teil der Erde gemeint; vom Muttergestein \u00fcber die Wasserfl\u00e4chen bis zur Luft\/Atmosph\u00e4re, mit allen dort aktiven Lebewesen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich klammere hier das von der Studie 1972 ebenfalls angef\u00fchrte Bev\u00f6lkerungswachstum aus, weil ich dem neuen Bericht des Club of Rome 50 Jahre danach \u201eEarth for All\u201c folge, der sich hier als L\u00f6sungsweg auf die weltweite Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit zentriert.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/50-jahre-ende-weltumweltkonferenz-stockholm-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/50-jahre-ende-weltumweltkonferenz-stockholm-100.html<\/a>. Hervorhebungen von mir.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die neuen Grenzen des Wachstums, Stuttgart 1992, S.12.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zuletzt im Bericht des Club of Rome von 2022 \u201eEarth for All\u201c, M\u00fcnchen 2022.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201ezukunftsf\u00e4hig\u201c umschreibt die Zielsetzung weit treffender als der vielfach als Leerformel missbrauchte Begriff \u201enachhaltig\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/site\/assets\/uploads\/2018\/03\/ipcc_far_wg_I_full_report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ipcc.ch\/site\/assets\/uploads\/2018\/03\/ipcc_far_wg_I_full_report.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/37187\/umfrage\/der-weltweite-co2-ausstoss-seit-1751\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/37187\/umfrage\/der-weltweite-co2-ausstoss-seit-1751\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Klimaforschung trifft Wahrscheinlichkeitsvoraussagen, wobei es nur teilweise gelingt, die Wahrscheinlichkeit zu quantifizieren.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?q=iea.methanemissionen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.google.com\/search?q=iea.methanemissionen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.globalforestwatch.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.globalforestwatch.org<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; So noch Hermann Scheer in seinem Artikel <em>Global reden, national bremsen &#8211; Das heimliche Motto der Weltklimakonferenz<\/em>, Le Monde diplomatique 12.2. 2010.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Earth-for-All, M\u00fcnchen 2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Leicht ver\u00e4ndert. Den Hinweis verdanke ich einem Vortrag von Hermann Scheer 2010.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hartwig Berger, Juli 2023 [1] Ich habe im Jahr 1962\/63 im Leibniz Kolleg gelebt und gelernt. Wenn ich 60 Jahre sp\u00e4ter dort die Leitfragen \u201eWelche Zukunft? Wessen Zukunft?\u201c lese, denke ich zun\u00e4chst daran, wie aus meiner Generation mit Zukunftsverantwortung umgegangen wurde. Lebensgeschichtlich ist das kein Zufall. Denn auch in der Fachdebatte gelten die Jahre seit &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/generationenverantwortung-in-der-klimakrise\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":710,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,207,34],"tags":[273,272,82,76,36,248],"class_list":["post-705","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-jugend-und-klimakrise","category-klima","tag-biodiversitaet","tag-generationen","tag-klimaschutz","tag-klimawandel","tag-weltklimakonferenz","tag-weltklimaschutzabkommen","nodate","item-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/705","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=705"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/705\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":737,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/705\/revisions\/737"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media\/710"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=705"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=705"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hartwig-berger.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=705"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}