Junge Energieexpert*innen arbeiten für klimafreundliche Schulen (YESclima)

Young energy consultants in a small Andalusian town / Junge Energieberater*innen in einer andalusischen KleinstadtUnter dem Titel

“Junge Energieexpert*innen arbeiten für klimafreundliche Schulen (YESclima) …

… startet  im Herbst 2018 ein Projekt in einer noch zu wählenden Region in Griechenland und  in verschiedenen Kleinstädten der südspanischen Provinz Cádiz. In mehreren Etappen werden Jugendliche, die eine fachliche Grundausbildung haben, jedoch arbeitslos sind, Schulen in ihren Orten daraufhin untersuchen, ob und wie sie klimafreundlich umgestaltet werden können. Das soll gleichzeitig dazu dienen, Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen zu erweitern.

Die jungen Energieexpert*innen  sollen Fragen klären wie etwa diese: 

  • Wie ist ein gutes Raumklima, an heißen wie an kalten Tagen, zu erhalten, ohne dass energiefressende Geräte eingesetzt werden?
  • Kann eine dafür und auch sonst nötige Stromversorgung durch Solaranlagen auf dem Dach gesichert werden?
  • Macht es Sinn, Fassaden, Dächer und die nächste Umgebung zu begrünen, um so neben einem ästhetischen Gewinn die Energieeinsätze zu verringern?
  • Sind am Baukörper energiesparenden Veränderungen ohne sonderlichen finanziellen Aufwand möglich?
  • Und überhaupt: was kosten solche Maßnahmen? Gibt es dafür mögliche Zuschüsse oder wie können notwendige Gelder beschafft werden?

 

Young energy consultants in a small Andalusian town / Junge Energieberater*innen in einer andalusischen KleinstadtBevor die Jugendlichen mit der Arbeit vor Ort beginnen, werden sie mit den neuesten Konzepten umweltverträglicher Klimatisierung, Wärme- und Kältetechnik vertraut gemacht.

Die Untersuchungsergebnisse und Vorschläge werden die jungen Expertenteams dann in die Rathäuser und die Öffentlichkeit der Orte einbringen und zur Diskussion stellen. Natürlich in der Hoffnung und Erwartung, dass sich durch entsprechende Initiative etwas bewegt, Schulen klimafreundlicher gestaltet werden und ihr Projekt vielleicht auch Anstöße gibt, in anderen Gebäuden des Orts ähnlich zu verfahren.

Das Projekt beginnt im Herbst 2018 und endet mit dem Jahr 2020. Vor Ort in Griechenland und Spanien werden Teams von jeweils vier Personen gebildet, die ein halbes Jahr  mit einem Stipendium für die genannten Aufgaben tätig sind.  In den anschließenden 12 Monaten gibt es zweimal jeweils zwei weitere Teams mit derselben Aufgabe an anderen Schulen. Die dann verbleibende Zeit dient der Auswertung des Projekts. 

Geleitet wird das Vorhaben von der Universität Cádiz, die  mit der griechischen NGO „Wind of Renewals“, dem „Sekretariat für Zukunftsforschung Berlin“ und der Energieagentur der andalusischen Provinz Cádiz kooperiert. „Wind of Renewals“ übernimmt den Part in Griechenland.  Die deutsche Beteiligung besteht darin, dass in jedem Arbeitsteil ein zweiwöchiger Aufenthalt in  Berlin vorgesehen ist. Dort sollen die Akteure neuere Entwicklungen und Projekte für Wärme und Kältetechnik in Deutschland kennenlernen und zugleich lernen, wie sie selbst Unternehmen oder Genossenschaften im Bereich „klimaverträgliche Energie“ gründen können.

Das Projekt wird von der „EU-Klimainitiative (EUKI) finanziert, die das  Bundesumweltministerium in Deutschland  ins Leben gerufen hat.

 

Kontakt in Deutschland: hartwig.berger@t-online.de; yassin.bendjebbour@gmail.com

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